„The Raven and the Seagull“/„Lykkelænder“ – Grönland und Dänemark im filmischen Dialog

Euer Balitic Cultures Adventskalender – Türchen 14

Eine Filmrezension zu den 60. Nordischen Filmtagen in Lübeck

Die kleinen roten, grünen und blauen Holzhäuschen schmiegen sich wie verstreute Bauklötze an die steile Felswand, die vor dem spiegelblanken Fjord aufragt; auf dem Wasser treiben langsam ein paar Eisberge vorbei. Diese kleine grönländische Kleinstadt sieht aus wie ein bewegtes Gemälde. Auf den Straßen sind keine Menschen unterwegs, doch dann hört man Kinderstimmen. Langsam kommen die Kinder ins Bild – an einem langen Tau ziehen sie ein großes, ausgestopftes Schwein auf einem Rollbrett hinter sich her.

Dieses filmische Tableau ist nur eines von vielen Bildern, mit denen Regisseur Lasse Lau in seiner Dokumentation „The Raven and the Seagull“ (oder „Lykkelænder“) die lange Kolonialgeschichte Grönlands und das heutige, nach wie vor von Spannungen und Vorurteilen geprägte Verhältnis zu Dänemark illustriert.

© Danish Film Institute

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Der Entdecker des Sauerstoffs

Euer Baltic Cultures Adventskalender – Türchen 11

Als im Mai 1618 der Dreißigjährige Krieg, ein Religionskrieg, in dem Katholiken und Protestanten um die Vorherrschaft ihres Glaubens gegeneinander kämpften, in Prag entbrannte, sollte es nicht mehr lange dauern bis sich dieser auf viele Kriegsherde in ganz Europa ausweitete und der Krieg zum Kräftemessen der europäischen Großmächte ausartete. Besonders Vorpommern blieb damals nicht verschont und wurde zum Schauplatz von Kämpfen, Brandschatzungen und strengen Lebensmittelrationierungen, die schätzungsweise ungefähr zwei Drittel der Bevölkerung dahinrafften. Dreißig Jahre nach Ausbruch des Krieges einigte man sich schließlich im Jahr 1648 darauf, die Waffen niederzulegen und man erklärte den Krieg für beendet. In Folge dessen wurde dem Schwedischen Reich unter anderem die Region Vorpommern mit Stettin, Stralsund und Rügen zugesprochen, welche fortan in weiten Teilen bis 1815 unter dem Namen Svenska Pommern unter schwedischer Herrschaft stehen sollte. In dieser Zeit von mehr als 150 Jahren haben in Svenska Pommern einige wichtige und für die schwedische Geschichte einflussreiche Persönlichkeiten gelebt und gewirkt, von denen wir im Adventskalender nun drei vorstellen wollen.


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Von Wohnzimmerbahnhöfen und stinkendem Parfum

Euer Baltic Cultures Adventskalender – Türchen 10

Konversationsfibel Teil2  – Tipps für slawische Weihnachtsstimmung

Die Weihnachtszeit naht und der Duft von Glühwein und Plätzchen zieht bereits durch Wohnzimmer, Innenstädte und Einkaufspassagen zwischen Lissabon und Lappland. Gerade in den kalten Regionen rücken die Menschen in diesen Tagen etwas näher zusammen. Auch in Warschau und Sankt Petersburg stehen bereits reich geschmückte Tannen und Weihnachtsmanndouble in den Fußgängerzonen. Weihnachtsszeit – das heißt auch, sich näherzukommen und zusammenzuwachsen. Doch Vorsicht – vor dem Glühweinstand und am Festtagstisch lauern so einige Fettnäpfchen in der Kommunikation. Wer nicht aufpasst, wird vom sprachlichen Nachbar nicht nur nicht verstanden, sondern macht sich vielleicht sogar lächerlich. In Teil 1 unserer Kolummne haben wir euch in estnisch-finnische „False Friends“ eingeweiht. Heute haben wir für euch einige polnisch-russische Fettnäpfchen gesammelt, damit ihr diese gekonnt umschiffen könnt.

Quelle: Pixabay

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Tomtes – die schwedischen Wichtel

Euer Baltic Cultures Adventskalender – Türchen 9

© Brigitta Schneiter on Unsplash

Wichtel gehören zu Weihnachten wie der Weihnachtsmann. In unserer Vorstellung sind sie oft als Gehilfen für den Weihnachtsmann tätig und arbeiten in den Spielzeugwerkstätten irgendwo am Nordpol. Skandinavische Wichtel (insbesondere die Schwedischen) wurden in Deutschland vor allem durch Astrid Lindgrens Tomte Tummetott bekannt. Und dabei wird deutlich, dass die schwedischen Wichtel von unserer üblichen Vorstellung ein wenig abweichen. Read More

Karelische Piroggen aus Finnland zum zweiten Advent

    Pünktlich zum zweiten Advent haben wir ein weiteres Rezept vorbereitet. Wir wollen euch heute Karelische Piroggen (Karjalan Piirakka) vorstellen. Dieses Gebäck kommt aus dem Osten Finnlands und wird dort in jedem Café angeboten oder einfach zwischendurch gegessen. Mittlerweile sind sie in ganz Finnland verbreitet. Sie bestehen aus einem Roggenteig, der mit einer Art Milchreis gefüllt wird. Im Anschluss isst man sie mit einer Eibutter, Käse, Wurst oder Lachs.

Karjalan Piirakka aus einem finnischen Café.
Foto: Katharina Hemmer

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