Von alten Damen und Pilzsuppe

Euer Baltic Cultures Adventskalender – Türchen 20

Konversationsfibel Teil 3 – Tipps für die baltische Festtafel

Die Weihnachtszeit naht und der Duft von Glühwein und Plätzchen zieht bereits durch Wohnzimmer, Innenstädte und Einkaufspassagen zwischen Lissabon und Lappland. Gerade in den kalten Regionen rücken die Menschen in diesen Tagen etwas näher zusammen. Auch in Riga und Vilnius stehen bereits reich geschmückte Tannen und Weihnachtsmanndouble in den Fußgängerzonen. Weihnachtsszeit – das heißt auch, sich näherzukommen und zusammenzuwachsen. Doch Vorsicht – vor dem Glühweinstand und am Festtagstisch lauern so einige Fettnäpfchen in der Kommunikation. Wer nicht aufpasst, wird vom sprachlichen Nachbar nicht nur nicht verstanden, sondern macht sich vielleicht sogar lächerlich. In Teil 1 und Teil 2 unserer Kolummne haben wir euch in estnisch-finnische und polnisch-russische „False Friends“ eingeweiht. Heute haben wir für euch einige lettisch-litauische Fettnäpfchen gesammelt, damit ihr diese gekonnt umschiffen könnt.

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Jämställdhet i Norden – Hur jämställda är de nordiska länderna verkligen?

Euer Balitic Cultures Adventskalender – Türchen 19

I Europa, framför allt i Tyskland, anses de nordiska länderna vara en god förebild i fråga om jämställdhet mellan män och kvinnor. När man betraktar olika statistiker och undersökningar får man veta att Danmark, Norge, Sverige, Island och Finland faktiskt placerar sig på toppen i FNs rankning över världens mest jämställda länder. Anledningen ligger i ländernas politik. Denna politik strävar efter att uppnå fullständig jämställdhet mellan kvinnor och män både i hem och arbetsliv genom att skapa förutsättningar så att både män och kvinnor kan definiera sig som självständiga, oberoende aktörer i samhället. Men hur ser realiteten ut idag? Hur jämställda är kvinnor och män i de nordiska länderna verkligen?

Foto: Alexas_Fotos via pixabay

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Wir feiern Lucia!

Euer Balitic Cultures Adventskalender – Türchen 18

„Så mörk er natten i midvintertid, men se då nalkas Lucia!“ – „So dunkel ist die Nacht zu Mittwinter, aber seht – dort kommt Lucia!“ So lautet der Text eines der bekanntesten schwedischen Lucia-Lieder, das traditionell zu diesem Festtag gesungen wird. Auch im Institut für Fennistik und Skandinavistik haben wir gefeiert, mit allem was dazugehört!

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Thomas Thorild (1759-1808) – Bahnbrechender Literaturkritiker und radikaler Freidenker

Thoams Thorild im Svenska Familj-Journal

Euer Balitic Cultures Adventskalender – Türchen 17

Als im Mai 1618 der Dreißigjährige Krieg, ein Religionskrieg, in dem Katholiken und Protestanten um die Vorherrschaft ihres Glaubens gegeneinander kämpften, in Prag entbrannte, sollte es nicht mehr lange dauern bis sich dieser auf viele Kriegsherde in ganz Europa ausweitete und der Krieg zum Kräftemessen der europäischen Großmächte ausartete. Besonders Vorpommern blieb damals nicht verschont und wurde zum Schauplatz von Kämpfen, Brandschatzungen und strengen Lebensmittelrationierungen, die schätzungsweise ungefähr zwei Drittel der Bevölkerung dahinrafften. Dreißig Jahre nach Ausbruch des Krieges einigte man sich schließlich im Jahr 1648 darauf, die Waffen niederzulegen und man erklärte den Krieg für beendet. In Folge dessen wurde dem Schwedischen Reich unter anderem die Region Vorpommern mit Stettin, Stralsund und Rügen zugesprochen, welche fortan in weiten Teilen bis 1815 unter dem Namen Svenska Pommern unter schwedischer Herrschaft stehen sollte. In dieser Zeit von mehr als 150 Jahren haben in Svenska Pommern einige wichtige und für die schwedische Geschichte einflussreiche Persönlichkeiten gelebt und gewirkt, von denen wir im Adventskalender nun drei vorstellen wollen. Der letzte Teil unserer Reihe gibt Einblick in das Leben des schwedischen Philosophen, Schriftstellers und Literaturkritikers Thomas Thorild, der seine letzten Lebensjahre im Exil in Greifswald verbrachte und an der Universität als Bibliothekar und Professor tätig war.

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Wo Trolle ihr Unwesen treiben – Weihnachten auf Island

Euer Balitic Cultures Adventskalender – Türchen 16

Island, die Heimat der Sagas, beeindruckt mit Polarlichtern, Geysiren und mystischer Landschaft. Weit entfernt vom Rest Europas sind unter den einstigen Wikingern am Polarkreis Geschichten entstanden, die von Trollen, Zwergen und Hexen handeln und der Mystik der nordischen Natur einen Sinn zu verleihen versuchen. So verwundert es nicht, dass sich gerade um die dunkle Jahreszeit, in der Schnee und Eis das Leben der Menschen auf Island bestimmen, zahlreiche Mythen ranken. Zur Zeit der Wikinger wurde die Wintersonnenwende am 21. Dezember mit einem großen Fest gefeiert. Das sogennante Jólfest, bei dem man feierte, dass die Tage wieder länger wurden, wurde schließlich im Zuge der Christianisierung durch Weihnachten ersetzt. Einige Traditionen und Mythen konnten sich jedoch bis heute halten und wurden ins isländische Weihnachtsbrauchtum integriert.

So gibt es zu Weihnachten auf Island 13 Weihnachtsmänner, die jedoch mit dem amerikanischen Santa Claus überhaupt nichts gemein haben. Die Jólasveinar (z. Dt. Weihnachtsgesellen) sind vielmehr als Trolle oder Kobolde zu bezeichnen, 13 grobe, flegelhafte Kerle, die in der Adventszeit ihr Unwesen treiben. Sie sind die Söhne der Trollfrau Grýla und ihrem Mann Leppalúði. Grýla ist launisch, nörgelt an ihren Söhnen herum, Leppalúði ist faul und schnarcht die meiste Zeit. Die 13 Söhne der beiden werden zudem kaum aus der Trollhöhle gelassen und fristen somit ein ziemlich tristes Dasein, mit einer Ausnahme. Jedes Jahr in der Adventszeit dürfen sie ab dem 12. Dezember nach und nach ihre Höhle in den Bergen verlassen und hinab zu den Menschen gehen, um sie mit ihrer Anwesenheit zu beehren. Bis zum Aðfangadagskvöld (z. Dt. Anfangsabend, Heiligabend) kommt jeden Tag einer hinzu. Danach geht täglich wieder einer zurück, bis am þrettándinn (z. Dt. dem 13. Weihnachtstag, Heilige Drei Könige, 6. Januar) alle wieder zurück in ihrer Höhle und bis zum nächsten Jahr verschwunden sind.

Foto: Oushan Chen Chen via Wikimedia Commons

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