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Finnland-Alumni – Teil 6: Liina Lutsepp

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Fennistik – es klingt im Namen schon an – ist die Wissenschaft von der finnischen Sprache, Literatur und Kultur. Am Greifswalder Institut kann man jedoch nicht nur Finnland kennenlernen, sondern auch seinen Nachbarn Estland. Warum lohnt sich ein Blick auf die kleine Ostseeraumsprache? Was sollte man in Estland auf jeden Fall gemacht haben?

In Folge 6 unserer Interviewreihe stellt sich die Greifswalder Estnischlektorin Liina Lutsepp – ihrerseits Fennistin – unseren fünf fennistischen Fragen.

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Finnland-Alumni – Teil 5: Birgit Kraus

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Fennistik – es klingt im Namen schon an – ist die Wissenschaft von der finnischen Sprache, Literatur und Kultur. Doch was erwartet die Studierenden, die sich für das Fach entscheiden? Wie findet man zu diesem doch eher ungewöhnlichen Studiengang, und welche Laufbahnen eröffnen sich nach dem Abschluss?

In Folge 5 unserer Interviewreihe erzählt Birgit Kraus von der Technischen Hochschule Aschaffenburg, wie das Finnische sie seit einem faszinierenden Sommeraufenthalt im Norden durch ihr Leben begleitet.

Was verbindet Dich mit Finnland und wie hast Du zu Deinem Studienfach gefunden?

Nach Finnland bin ich mit 18 Jahren als Au-pair gekommen und war sofort begeistert. Die Einsamkeit und die Ruhe im Sommerhaus meiner finnischen Gastfamilie und das Licht des Nordens fand ich faszinierend. Schnell stand für mich fest, dass ich wiederkommen würde. Die folgenden Sommerferien bin ich durch Finnland gereist und habe nach dem Abitur mehrere Finnischkurse an der Sommeruniversität in Helsinki belegt.

Den Ausschlag für die Wahl von Greifswald als Studienort gab der Finnlandbezug der Universität. Zunächst habe ich Englisch und Französisch für das Lehramt an Gymnasien studiert, doch die finnische Sprache ließ mich nicht los: Mein erstes Schulpraktikum absolvierte ich an der Finnisch-Französischen Schule in Helsinki. Nach der Zwischenprüfung und weiteren Sommerkursen in Finnland entschied ich mich zusätzlich zum Lehramt für ein Doppelstudium Romanistik und Fennistik im Magister.

Welche Themen haben Dich im Studium besonders interessiert?

Schwerpunktmäßig habe ich mich immer – nicht nur im Fennistikstudium – mit Linguistik beschäftigt: Syntax, Übersetzungswissenschaft, kontrastive Linguistik, bevorzugt Finnisch-Französisch. Gerne habe ich auch Leena Landers Romane, die Kurzgeschichten von Maria Jotuni und finnisch-amerikanische Literatur gelesen.

Welchen Weg hast Du nach dem Studium eingeschlagen und was machst Du heute?

Nach Studienende habe ich, gefördert vom DAAD, ein Postgraduiertenjahr an der Universität Vaasa verbracht und danach in Deutschland mein Referendariat im Schuldienst abgeschlossen.
Die folgenden zehn Jahre arbeitete ich in unterschiedlichen Positionen an Hochschulen oder im hochschulnahen Umfeld: als DAAD-Lektorin in Strasbourg, als Mitarbeiterin im Bereich Studiengangsentwicklung in Darmstadt sowie als Referentin bei einer Akkreditierungsagentur. Parallel habe ich mich im Wissenschaftsmanagement weitergebildet.

Seit 2014 bin ich Referentin für Hochschulentwicklung und Qualitätsmanagement an der TH Aschaffenburg. Ich berate die Hochschulleitung bei der Strategiebildung, insbesondere Internationalisierung, führe Befragungen durch und vieles mehr.

Welche Rolle spielt die Fennistik bzw. die finnische Sprache in Deinem Leben?

Mein Sohn hat einen finnischen Vornamen und singt begeistert finnische Songs mit, auch wenn er die Texte nicht so richtig versteht. Zu meinen finnischen Freunden pflege ich nach wie vor guten Kontakt. Seit vielen Jahren habe ich außerdem die Zeitschrift Suomen Kuvalehti abonniert und schaue regelmäßig finnische Nachrichten über das Internet. Wenn ich Zeit habe, lese ich aktuelle finnische Romane. Am Unabhängigkeitstag ist der Empfang des finnischen Staatspräsidenten ein absolutes Muss. Und jedes Mal, wenn ich in Finnland bin, fühle ich mich nach wie vor zu Hause.

Beruflich kommen mir meine Sprachkenntnisse ebenfalls zugute, bei meiner Einstellung in Aschaffenburg waren sie vielleicht sogar das ausschlaggebende Kriterium. Die TH Aschaffenburg bietet nämlich Doppelabschlussprogramme mit den Fachhochschulen in Seinäjoki und Turku an. Für meine Hochschule ist es also hilfreich, dass ich solides, aktuelles Hintergrundwissen über das finnische Bildungssystem habe und im Zweifel den Wortlaut im finnischen Universitätsgesetz nachschlagen kann.

Welchen Ratschlag würdest Du einem*r angehenden Student*in der Fennistik geben?

Finnisch ist eine wundervolle logische Sprache. Man sollte sich von Kasus und Stufenwechsel nicht entmutigen lassen, sondern vielmehr das System dahinter verinnerlichen.

Sommerkurse in Finnland sind sehr effektiv für einen „Niveauschub“, zumal sie vom finnischen Staat gefördert werden. Die größte Herausforderung sind die guten Englischkenntnisse in Finnland. Gesprächspartner meinen es gut und reden sofort Englisch, wenn sie feststellen, dass sie einen Ausländer vor sich haben. Hier sind Geduld und Hartnäckigkeit gefragt. Ich habe anfangs manchmal so getan, als könnte ich weder Englisch noch Deutsch, und mein Gegenüber musste dann wohl oder übel weiter mit meinem Finnisch vorliebnehmen.

Für die berufliche Orientierung kann ich Praktika und ehrenamtliche Tätigkeiten wärmstens empfehlen. Man lernt dort viel über Organisation und Projektmanagement, idealerweise sogar über Finanzen. Die zusätzliche Aneignung von BWL-Kenntnissen schadet ebenfalls nicht, denn nicht alle können nach Studienende in der Wissenschaft bleiben oder in Finnland Deutsch unterrichten.
Wichtig ist, für Neues offen zu bleiben, sein eigenes Können wirksam zu präsentieren und auch Umwege in Kauf zu nehmen. Als Geisteswissenschaftler stehen einem mehr Türen offen, als man vielleicht denkt. Insbesondere das ganzheitliche Denken, der Blick über den Tellerrand, z. B. durch Auslandsaufenthalte, und letztlich auch die sprachliche Gewandtheit werden in Unternehmen zunehmend geschätzt. In Finnland und Deutschland gibt es viele Firmen, die Personal benötigen, das zwischen beiden Welten vermitteln kann. So etwas habe ich hier in Aschaffenburg letztlich für mich gefunden.

Finnland-Alumni – Teil 4: Laura Stolz

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Fennistik – es klingt im Namen schon an – ist die Wissenschaft von der finnischen Sprache, Literatur und Kultur. Doch was erwartet die Studierenden, die sich für das Fach entscheiden? Wie findet man zu diesem doch eher ungewöhnlichen Studiengang, und welche Laufbahnen eröffnen sich nach dem Abschluss?

In der vierten Folge unserer Reihe erzählt die Kulturreferentin der DFG Rheinland-Pfalz/Saarland Laura Stolz, wie sie zwischen Greifswald und dem Polarkreis Finnisch lernte, Mittsommerfeste feierte, mit Feuer- und Eisskulpturen arbeitete und als Tourismusmanagerin heute den Spagat zwischen Finnland und Deutschland macht.


Wie hast Du Finnland und die Fennistik für Dich entdeckt?

Nach meinem Abitur bin ich als Au-pair nach Jyväskylä gegangen. Die Gründe waren eigentlich simpel: Ich wollte rausfinden, was ich nach der Schule machen möchte und zudem etwas Finnisch lernen, da ich als Halbfinnin zwar die finnische Schule in Wiesbaden besucht hatte, jedoch keine finnischen Sätze bilden, geschweige denn mit meinen finnischen Verwandten reden konnte.

In Jyväskylä lernte ich dann schnell einige deutsche Au-pairs kennen und erfuhr von der Möglichkeit des Fennistikstudiums in Deutschland, genauer gesagt in Greifswald. Also beschloss ich, das Studium dort zum nächsten Wintersemester zu beginnen.

Welche Erwartungen hattest Du an Dein Studium und was hat Dir besonders gefallen?

Hauptziel meines Studiums war das Erwerben von Sprachkenntnissen, damit ich mich auf Finnisch unterhalten konnte. Durch ein Sprachstipendium für einen einmonatigen Aufenthalt in Savonlinna über das damalige Zentrum für internationale Mobilität CIMO sowie ein Erasmusjahr in Joensuu konnte ich meine in Greifswald erworbenen Sprachkenntnisse enorm ausbauen. Hilfreich war dabei sicherlich auch, dass ich während des Erasmusjahres bei meiner Tante leben konnte, mit der ich täglich auf Finnisch kommunizierte.

Spaß gemacht haben mir in Greifswald die landeskundlichen Kurse sowie die Grammatikkurse. Außerdem gefielen mir die familiäre Atmosphäre am Nordischen Institut und der Charme der historischen Villa, in der das Institut sich damals noch befand. Wir hatten dort viele Gelegenheiten, nordische Feste zu feiern, wie die Pikkujoulu-Feier vor Weihnachten, die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag Finnlands, das Lichterfest Lucia und das Mittsommerfest Juhannus, aber auch gemeinsame Karaoke-Abende.

Nach meinem Bachelorstudium in Greifswald zog ich für zwei Jahre an den Polarkreis, um an der Universität Rovaniemi den European Master in Arts, Culture and International Management zu studieren.

Welche Erfahrungen hast Du aus Deinem Studium in Finnland mitgenommen?

Das Studium – zuerst in Joensuu und dann in Rovaniemi – hat mir sehr gut gefallen, da wir Studierenden relativ viel Freiraum in der Fächerwahl hatten. Gerade, dass ich an der Kunstfakultät ansässig war, gab mir die Möglichkeit, viele spannende Kurse und Exkursion wahrzunehmen, wie eine Exkursion nach Kilpisjärvi, bei der Studierende und Doktoranten aus Kunst und Naturwissenschaft gemeinsame Projekte entwickelten. Dazu kamen noch Workshops mit Feuer- und Eisskulpturen.

Wie ging es nach Deinem Studium weiter?

Während ich meine Masterarbeit schrieb, war ich vier Monate am Finnland-Institut in Berlin als Praktikantin tätig, wo ich viele Kontakte zu finnischen Kunst- und Kulturschaffenden knüpfte und einige Musikerinnen und Musiker traf, die ich schon in Rovaniemi kennengelernt hatte. Leider half mir dieses Praktikum nicht über die Schwierigkeiten hinweg, einen Job im Bereich Kulturmanagement zu finden. Das mag daran liegen, dass ich während meines Studiums keine weiteren Praktika gemacht hatte, um mich zu spezialisieren: Kulturmanagement ist ein breit gefächertes Gebiet und reicht von Marketing über Veranstaltungsorganisation bis hin zur Museumsarbeit. Nach einigen Nebenjobs und zahlreichen Bewerbungen durfte ich ein Praktikum bei einem Kunstverein in Stuttgart machen. Diese Tätigkeit war die Grundlage für mein Volontariat beim Kloster Bronnbach in Wertheim, wo ich im Bereich Kulturmanagement/Kulturmarketing arbeitete und schließlich die Zusage zu meiner derzeitigen Stelle als Tourismusmanagerin erhielt.

Bei meiner jetzigen Tätigkeit versuche ich natürlich auch weiterhin etwas finnische Kultur einfließen zu lassen. Deshalb engagiere ich mich als Kulturreferentin für den Landesverein Rheinland-Pfalz/Saarland der Deutsch-Finnischen Gesellschaft. In diesem Ehrenamt organisiere ich Konzerte finnischer Musikerinnen und Musiker. Das macht wirklich Spaß, denn ich darf mir ihre Musik schon bei der jährlichen Kulturtagung der DFG in Helsinki live anhören und mitentscheiden, wer im nächsten Jahr zu uns auf Tournee kommt.

Welchen Ratschlag würdest Du einem*r angehenden Student*in der Fennistik geben?

Da die Fennistik ein Orchideenfach ist, würde ich empfehlen, sich schon während des Studiums zu orientieren, in welche Richtung man einmal beruflich gehen möchte. Entscheidend finde ich jedoch, dass man Fennistik aus Interesse studiert, Spaß daran hat und sich von Vorurteilen, dass man damit ja eh keinen Job findet, nicht abschrecken lässt. Ein Orchideenfach bringt in Bewerbungsprozessen oft Aufmerksamkeit ein, die man nicht unterschätzen sollte! Und viel wichtiger ist sowieso, etwas zu machen, worauf man wirklich Lust hat!

Finnland-Alumni – Teil 3: Ilse Winkler

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Fennistik – es klingt im Namen schon an – ist die Wissenschaft von der finnischen Sprache, Literatur und Kultur. Doch was erwartet die Studierenden, die sich für das Fach entscheiden? Wie findet man zu diesem doch eher ungewöhnlichen Studiengang, und welche Laufbahnen eröffnen sich nach dem Abschluss?

In der dritten Folge unserer Reihe berichtet Ilse Winkler von überraschenden Entdeckungen im Urlaub, finnischem Frakturdruck in Greifswald und ihren Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt.

Wie hast Du Finnland und die Fennistik für Dich entdeckt?

Im Urlaub habe ich mich in Land und Leute und vor allem in die finnische Sprache verliebt. Natürlich hatte ich gehört, dass es so gut wie unmöglich ist, Finnisch zu lernen, aber dann erzählte mir die Vermieterin unseres Mökkis Folgendes: Ein paar finnischsprachige Einträge in ihrem Gästebuch stammten von einer deutschen Frau, die seit vielen Jahren immer wieder dort Urlaub machte. – Da wusste ich, es ist zu schaffen. Nach dem Urlaub schrieb ich mich in Deutschland gleich in einen Finnischkurs an der Volkshochschule ein. Als mir im Lauf der Jahre die Kurse ausgingen, weil auf meinem Niveau nicht genug Kursteilnehmer zusammenkamen, merkte, ich, dass ich als studierte Germanistin reif war für ein Masterstudium der Fennistik.

Was hat Dich im Studium besonders interessiert?

Alles, was mit Finnland zusammenhing. Dass Schwedisch (Spracherwerb, Literatur, Phonetik etc.) durch mein Zweitfach Skandinavistik so viel Platz einnahm, war mir dagegen ehrlich gesagt eher lästig. Besonders interessant fand ich die Sprach- und Literaturgeschichte des Finnischen. Als Highlight habe ich die alten Zeitungen mit Frakturdruck empfunden, die Prof. Pantermöller mitbrachte und deren Artikel einen guten Einblick in die finnische Mentalität gaben.

Was hast Du nach dem Studium gemacht?

Ich habe Übersetzungsseminare besucht, mich mit dem deutschen Literaturbetrieb vernetzt, so gut ich konnte, und versucht, einen Fuß in die Tür des Übersetzungsbusiness zu bekommen.

Welchen Ratschlag würdest Du einem*r angehenden Student*in der Fennistik geben?

Das ist schwer zu beantworten. Wenn man vom Norden begeistert und bereit ist, sich einige Jahre lang ins Thema zu vertiefen, ist es auf jeden Fall sehr zu empfehlen. Es macht Spaß, und man ist Gesprächsthema auf jeder Party, denn wer kann schon Finnisch? Aber: Man sollte wissen, dass nach dem Studium nur wenige ausschließlich von der Fennistik leben werden. Es ist besser, wenn man sich noch ein zweites Standbein aufbaut.

Finnland-Alumni – Folge 2: Miriam Amberg

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Fennistik – es klingt im Namen schon an – ist die Wissenschaft von der finnischen Sprache, Literatur und Kultur. Doch was erwartet die Studierenden, die sich für das Fach entscheiden? Wie findet man zu diesem doch eher ungewöhnlichen Studiengang, und welche Laufbahnen eröffnen sich nach dem Abschluss?

In Folge 2 unserer Reihe „Finnland-Alumni“ erzählt Miriam Amberg, wie sie zum Studium der finnischen Sprache und schließlich auch nach Finnland selbst gefunden hat.

Was verbindet Dich mit Finnland und wie hast Du zu Deinem Studienfach gefunden?

Als ich nach meinem Abitur das erste Mal nach Finnland flog, wusste ich kaum etwas über das Land. Mir hat nicht nur die Landschaft – die vielen Wälder und Seen – sondern auch die Sprache sofort gefallen, deshalb wollte ich unbedingt mein Auslandssemester in Finnland machen. Als ich schließlich mein Studienfach wechselte, wählte ich kurzentschlossen Finnisch als zweites Hauptfach.

Im Grunde war also viel Zufall und ein bisschen Liebe auf den ersten Blick dabei.

Welche Themen haben Dich im Studium besonders interessiert?

Ich war nur während der ersten beiden Semester in Greifswald, danach wechselte ich an die Universität Tampere.

Mich fasziniert(e) besonders die fennistische Sprachwissenschaft, weil ich das Gefühl hatte, hinter die Kulissen der Sprache zu blicken und zu verstehen, wie Finnisch funktioniert. Auf Inhalte aus diesem Modul greife ich noch immer zurück! Dementsprechend würde ich sagen, das Modul war für mein gesamtes Studium sehr wichtig –- und die Unterlagen bewahre ich immer noch sicher in einer Schublade auf.

Auch Geschichte und Landeskunde waren ein spannender Teil des Studiums, wobei ich von dem Input bzw. der Fülle der vermittelten Informationen fast überfordert war. Außerdem kann das Modul einen Aufenthalt in Finnland nicht ersetzen, sondern nur darauf vorbereiten.

Außerdem hat mir natürlich der Finnischunterricht viel Spaß gemacht! Im Anschluss an mein zweites Semester durfte ich in den Sommersemesterferien für einen CIMO-Sommerkurs nach Turku fahren und stellte dort fest, dass ich in kurzer Zeit einiges gelernt hatte. Wobei man Routine nur bekommen kann, wenn man längere Zeit in Finnland ist.

Welche Erfahrungen hast Du mit dem Studium in Finnland gemacht?

Das Studium in Greifswald hat mich sehr gut auf meinen Auslandsaufenthalt bzw. das (Rest-)Studium in Finnland vorbereitet. Ich denke, ich habe wichtige Grundlagen gelernt und innerhalb kurzer Zeit Finnischkenntnisse erreicht, auf die ich in Finnland weiter aufbauen konnte.

Mein zweites Hauptfach war bzw. ist Germanistik. Das hat mir jedoch in Greifswald weniger gut gefallen und war auch der Grund für meinen Studienortwechsel.

Welchen Ratschlag würdest Du einem*r angehenden Student*in der Fennistik geben?

Ich würde mich, wenn ich noch mal anfangen würde zu studieren, wieder für Fennistik und Skandinavistik in Greifswald entscheiden, weil ich mich am Institut sehr wohl gefühlt habe. Außerdem würde ich jedem Studenten/jeder Studentin einen Auslandsaufenthalt empfehlen – vielleicht sogar in Tampere – und den CIMO-Sommerkurs.

Außerdem lohnt es sich, am Anfang viel Zeit in den Sprachunterricht zu investieren und viel zu üben, v.a. wenn man – wie ich damals – noch keine Vorkenntnisse hat.

Ich hatte damals das Gefühl, dass die Studienkollegen und -kolleginnen einen Vorteil hatten, die z.B. ein Au Pair-Jahr in Finnland gemacht haben. Sie kamen schneller voran. Deshalb würde ich, wenn ich nochmal anfangen könnte, auch vorher ein Praktikum oder ein Au Pair-Jahr machen.