Author - Marcel

„Achtung, die Türen schließen!“

7. Dezember – Unter der Erde. Eine Ode an die Russische Metroromantik.

Eine Menschenmasse formiert sich am Gleis: mollige Mamas in Kopftüchern und Pelzmänteln schieben sich mit ihren Einkaufstüten zwischen rastlos wirkenden Geschäftsmännern in Anzügen und blutjungen Hisptern mit Schlauchschals und überdimensionalen Kopfhörern hindurch. Zugluft strömt über das Gleis und zerzaust die Haare einiger Wartender. In der Ferne nähern sich ein metallisches Rattern und das schrille Pfeifen der Gleise. Die Geräusche werden immer lauter.

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Nach Venezuela!

3. Kunst und Klänge: Eine musikalische Schlechtwettertherapie aus Litauen

Quelle: Pixabay

Ein vergilbtes Plakat im Busbahnhof, ein emphatischer Werbespot im Fernsehen oder der an einer Imbissbude vorbeiziehende Geruch fremder Gewürze – für akutes Fernweh bedarf es oft nicht vieler Anstrengungen.
Wenn die Temperaturen in den Keller fallen und der Himmel in sein 50-Shades-Of-Gray-Cosplay schlüpft, werden sie begehrter als alles andere auf der Welt – die warmen Orte, an denen man den ganzen Tag mit einem guten Buch auf der Veranda sitzen kann und sich vom Sonnenschein die Haut streicheln lässt. Das Schmuddelwetter, das uns Anfang Dezember zu triezen wollen scheint, ist bekanntermaßen keine rein norddeutsche Spezialität, auch rund um die Ostsee hat man sich gegen Nässe und Dunkelheit zu wappnen.

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