Türchen Nr. 23

Peter Høeg: „Effekten af Susan“ – „Der Susan Effekt“

Peter Høeg ist international vor allem für seinen Roman „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ bekannt. Mit „Der Susan-Effekt“ könnte er jetzt vor allem bei Fans von Gender-Theorien gut ankommen: Eine starke Frau als Hauptfigur, die mit der besonderen Gabe ausgestattet ist, jedem ihrer Gesprächspartner mühelos Geheimnisse zu entlocken. „Die Experimentalphysikerin Susan Svendsen ist ein veritables Superweib, eine Intelligenzbestie mit Sex-Appeal und Muskelkraft, die aus jeder Lage einen Ausweg findet und ihn sich notfalls mit Stemmeisen und Brechstange verschafft.“ (13. August 2015, 21:16 Uhr, „Intelligenzbestie mit Sex-Appeal“ in: Süddeutsche Zeitung) Der Roman ist anspruchsvoll, wenn man Susans Weg, politische Verwicklungen aufzudecken und ihrem wissenschaftlichen Denken und ihrer Sprache, folgen will. Außerdem sollte man den Text nicht zu ernst nehmen, ist er doch überwiegend fantasievoll.

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Wiebke

Wiebke

Planscht mit den Zehen im kalten Ostseewasser – von Nord, Süd, Ost oder West. Taucht ab in nordischen Wäldern und Weiten, in Literatur, Musik und skandinavischer Filmkunst.