Tag - Slawistik

Von Wohnzimmerbahnhöfen und stinkendem Parfum

Euer Baltic Cultures Adventskalender – Türchen 10

Konversationsfibel Teil2  – Tipps für slawische Weihnachtsstimmung

Die Weihnachtszeit naht und der Duft von Glühwein und Plätzchen zieht bereits durch Wohnzimmer, Innenstädte und Einkaufspassagen zwischen Lissabon und Lappland. Gerade in den kalten Regionen rücken die Menschen in diesen Tagen etwas näher zusammen. Auch in Warschau und Sankt Petersburg stehen bereits reich geschmückte Tannen und Weihnachtsmanndouble in den Fußgängerzonen. Weihnachtsszeit – das heißt auch, sich näherzukommen und zusammenzuwachsen. Doch Vorsicht – vor dem Glühweinstand und am Festtagstisch lauern so einige Fettnäpfchen in der Kommunikation. Wer nicht aufpasst, wird vom sprachlichen Nachbar nicht nur nicht verstanden, sondern macht sich vielleicht sogar lächerlich. In Teil 1 unserer Kolummne haben wir euch in estnisch-finnische „False Friends“ eingeweiht. Heute haben wir für euch einige polnisch-russische Fettnäpfchen gesammelt, damit ihr diese gekonnt umschiffen könnt.

Quelle: Pixabay

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Kazimierz: Fast wieder so, wie es nie war

Es wird Abend in der Ulica Szeroka. Kleine Ausflugswagen tuckern durch die engen Gassen. Über den Lautsprecher plärrt eine Ansage auf Polnisch, im nächsten Wagen auf Deutsch, danach Spanisch. In den Straßencafés am Rand des langen Platzes haben sich Touristen und Einheimische eingefunden. Auf den Tellern dampft Schakschuka, es riecht nach Falafeln und Hummus. Im Nachbarrestaurant hat gerade eine Klezmerband zu spielen gekommen, die Klarinettistin übertönt das Gemurmel der Speisegäste nur mit Mühe. Es ist alles wie immer in Kazimierz, dem sogenannten „Jewish Quarter“ von Kraków. Und doch bröckelt der Putz des romantisierten Mythos Kazimierz ein wenig …

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Ö, ä, ** und der Drache der Drachen

Ein ganz gewöhnlicher Abend Ende Mai im polnischen Krakau. Die weißen, geschmückten. Touristenkutschen brettern über die in die Jahre gekommenen Kopfsteine des Marktplatzes. Segway-Touren schlängeln sich zwischen Menschengruppen durch die malerische Altstadt, der weltbekannte Turmtrompeter unterbrach sein Trompetenspiel wie üblich. Alles wie immer. Und doch bietet sich einigen Besuchern und Einheimischen in den Kinosälen der Stadt ein Einblick in fremde Welten, fremde Farben, fremde Gefühle. Ein Bericht vom 58. Krakauer Filmfestival.

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Wider dem Spoilern

Vom It-Girl zur Präsidentin? Warum Russlands aussichtsloseste Wahlkampagne auch die spannendste sein könnte…

Quelle: Собчак против всех (Facebook)

„Am 18. März wird man abstimmen, wie Putin wiedergewählt wird.“ Dieser zunächst als Scherz gemeinte Satz, der durch den öffentlichen russischen Diskurs flattert und mittlerweile sicherlich keine Mienen mehr verziehen lässt, bricht die allgemeine Grunderwartung für den kommenden Sonntag auf das Wesentliche herunter. Internationale Presseagenturen erwarten bei den russischen Präsidentschaftswahlen keine Überraschungen, zynische Zungen sprechen schon vom „Präsidentschaftsreferendum“. Der Ex-Skandalnudel und angeblichen Spoiler-Kandidatin des Kremls Ksenia Sobchak, die mit ihrer Kampagne für Erstaunen und beifällige Lacher sorgte, rechnet man keinerlei Chancen auf einen Wahlgewinn zu. Dennoch könnte die 36-Jährige der wahre Grund sein, sich doch für die Wahl zu interessieren.

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Viele kleine Schritte zur perfekten Übersetzung

Ein Workshop für Übersetzer*innen der Neuen Nordischen Novellen VI

Ein naheliegendes Berufsfeld für Studierende von Fremdsprachen ist das Übersetzen. Um in diesem Bereich Erfahrungen zu sammeln, bietet sich das studentische Projekt Neue Nordische Novellen, das in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal stattfindet, an. So übersetzen Studierende der baltischen, fennistischen, skandinavistischen und slawischen Philologien Kurzgeschichten aus ihrem Schwerpunktland und beschäftigen sich gleichzeitig mit der zeitgenössischen Literatur.

Freitagnachmittag versammeln sich rund zwanzig Studierende und Mitarbeitende in Raum 1 des Instituts für Fennistik und Skandinavistik. Claudia Nierste und Mareen Patzelt, die die Leitung des diesjährigen Übersetzungsprojekts übernommen haben, haben die teilnehmenden Übersetzer*innen zu einem Workshop und einer Fragerunde eingeladen. Es ist das dritte Treffen zur diesjährigen Ausgabe, aber das erste Arbeitstreffen, waren die beiden vorangegangenen doch ausschließlich zur Information und Planung. Read More