Tag - Schweden

Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf – umstritten, revolutionär, geliebt

Fragt man in Deutschland heute eine beliebige Person auf der Straße, was diese mit Schweden verbindet, fällt in der Regel nach IKEA und Köttbullar sehr bald der Name Astrid Lindgren.

Astrid Lindgrens Lebenswerk ist nach wie vor, auch sechzehn Jahre nach ihrem Tod, noch allgegenwärtig. Als wohl eine der bekanntesten Kinderbuchautorinnen weltweit, ist die Schwedin mit ihren Erzählungen, wie Pippi Langstrumpf, Karlsson vom Dach, Gebrüder Löwenherz oder Die Kinder von Bullerbü in die Geschichte eingegangen und begeistert damals wie heute Kinder und Erwachsene. Für ihr Werk, in dem sie kindliche Wünsche, Bedürfnisse und Empfindungen auf den Punkt bringt und versucht, eine Brücke zwischen Kind und Erwachsenem zu schlagen sowie für ihren Verdienst für die Gesellschaft, ist Astrid Lindgren zeitlebens zahlreich ausgezeichnet worden. Lindgrens Bücher sind in 76 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft worden. Ihre anschaulichen Beschreibungen der idyllischen småländischen Landschaft, in der sie viele Handlungen ihrer Geschichten stattfinden lässt, prägen das Schwedenbild vieler Nicht-Skandinavier und tragen unter anderem zum zunehmenden Interesse vieler Deutscher an Skandinavien bei. Wie keine andere, gibt Astrid Lindgren in ihren Büchern den Kindern eine Stimme und macht ihnen Mut, sich gegen die Bevormundung durch Erwachsene zu behaupten. Mit ihrem Erstlingswerk Pippi Langstrumpf, welches ihrerseits ursprünglich gar nicht für den Buchmarkt gedacht war, löste Lindgren in Schweden, aber auch in anderen Ländern, in denen ihr Buch erschien, teils heftige Debatten aus, die sowohl Befürworter, als auch Gegner der antiautoritären Erziehung auf den Plan rief.

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Ein Gespräch mit Marco Nase

Ehemalige erzählen

Marco Nase

Im Rahmen unserer Reihe Ehemalige erzählen berichten Alumni des Instituts für Fennistik und Skandinavistik in Greifswald über ihre Erfahrungen und geben ihre Antwort auf die alles entscheidende Frage: „Und was macht man dann damit?“. Hier sprechen wir mit Marco Nase, der seine Dissertation über die Geschichte des Instituts für Fennistik und Skandinavistik geschrieben hat und jetzt an der Universität Stockholm forscht und unterrichtet.

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Autorentag mit Robert Zola Christensen und Kristian Himmelstrup

Dänische Autoren zu Besuch in Greifswald

Am 18.01.2018 lud das dänische Lektorat am Institut für Fennistik und Skandinavistik zu Gesprächen, Vorträgen und einer Lesung mit den beiden dänischen Autoren und Dänischlektoren Robert Zola Christensen und Kristian Himmelstrup ein. Der Tag begann mit einer Gesprächsrunde mit den beiden Autoren. Diese Gelegenheit zum Austausch mit Besuchern aus Dänemark nutzten auch einige der fortgeschrittenen Dänisch-Studierenden und schon bald entwickelte sich ein reges Gespräch, nicht nur über die dänische Sprache, sondern auch über kulturelle Unterschiede zwischen Dänemark, Deutschland, Amerika und Schweden. Wir von Baltic Cultures waren dabei und erfuhren viele spannende und oft auch überraschende Dinge, u. a. über die schwedische Höflichkeitskultur, das beherzte Fluchen im Dänischen, und dass es sich am besten über verbotene Dinge und Tabuthemen schreiben lässt.

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Unterirdische Kunst – die womöglich längste Galerie der Welt

Wenn man an U-Bahn Stationen denkt, sind die ersten Assoziationen häufig nicht sonderlich positiv. Schlechte Gerüche, Schmutz und Tristesse prägen das Bild. Dass U-Bahn Stationen jedoch nicht zwangsläufig heruntergekommen und grau sein müssen, beweist neben St. Petersburg, Moskau und Helsinki auch Schwedens Hauptstadt Stockholm. Wer hier mit der tunnelbana (U-Bahn) unterwegs ist, kommt nicht nur schnell und unkompliziert von A nach B, sondern auch in den Genuss der längsten Kunstgalerie der Welt, wie die Stockholmer ihr U-Bahn System mit Stolz und nicht zu Unrecht bezeichnen. Zum Preis von einer Fahrkarte lassen sich auf einer Strecke von insgesamt 110 Kilometern in mehr als 90 Stationen Skulpturen, Mosaike, Gemälde, Installationen und Reliefs von ungefähr 150 verschiedenen Künstlern bewundern. Read More

„Jävligt märklig man, min vän Jan.“

Peter Pohls (*1940) debutroman Janne, min vän (1985) är en djupgående berättelse där författaren blickar tillbaka på tiden när han själv växte upp: Det är 1950-talets Stockholm som Pohls retrospektiva roman om Krille Katalog och hans vän Janne utspelar sig i. Trots att boken marknadsförts som ungdomsroman är den en intressant lektyr även för vuxna, inte minst för den som är intresserad av språk.

Detta är nämligen anpassat till ungdomars uttryckssätt under 50-talet och försett med både slangord och facktermer. Pohl var i den nya utgåvan från 2005 till och med tvungen att tillägga en ordlista i slutet av boken så att man nu enkelt kan slå upp vissa ord man inte förstår. Även den komplexa berättartekniken där olika tids- och handlingsnivåer är sammanvävda bidrar till att man inte har så lätt att finna sig tillrätta i denna sorgliga men ändå så underbara berättelse. Read More