Tag - Russland

Von Wohnzimmerbahnhöfen und stinkendem Parfum

Euer Baltic Cultures Adventskalender – Türchen 10

Konversationsfibel Teil2  – Tipps für slawische Weihnachtsstimmung

Die Weihnachtszeit naht und der Duft von Glühwein und Plätzchen zieht bereits durch Wohnzimmer, Innenstädte und Einkaufspassagen zwischen Lissabon und Lappland. Gerade in den kalten Regionen rücken die Menschen in diesen Tagen etwas näher zusammen. Auch in Warschau und Sankt Petersburg stehen bereits reich geschmückte Tannen und Weihnachtsmanndouble in den Fußgängerzonen. Weihnachtsszeit – das heißt auch, sich näherzukommen und zusammenzuwachsen. Doch Vorsicht – vor dem Glühweinstand und am Festtagstisch lauern so einige Fettnäpfchen in der Kommunikation. Wer nicht aufpasst, wird vom sprachlichen Nachbar nicht nur nicht verstanden, sondern macht sich vielleicht sogar lächerlich. In Teil 1 unserer Kolummne haben wir euch in estnisch-finnische „False Friends“ eingeweiht. Heute haben wir für euch einige polnisch-russische Fettnäpfchen gesammelt, damit ihr diese gekonnt umschiffen könnt.

Quelle: Pixabay

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Wie ein einziger Tag

Reisebericht Moskau

Es sind einige wenige Tage im Juni, die ich in Moskau verbringe. Viel zu kurz, um alles zu sehen, viel zu kurz, um alles zu verstehen.

Ich fahre U-Bahn, fühle mich dabei sehr einheimisch, wenn ich mit der Menge fließe, dem Strom folge, wir verschmelzen, zu einem werden. Fühle mich sehr touristisch, wenn ich anhalte, um von den imposanten, schönen Stationen Bilder mache, die Hallen beinahe besinnlich auf mich wirken lasse.

Baltic Cultures-Autor Marcel hat von den russischen U-Bahnen bereits hier berichtet.

Die wenigen Tage im Juni in Moskau verschmelzen zu einem einzigen Tag. Aufwachen, Metro fahren, die Stadt entdecken, die Sonne – ich Glückskind – im Gesicht. Eine sanfte Brise begleitet unsere Entdeckungstouren durch die Stadt. Majestätische, beeindruckende Bauten aus anderen Jahrhunderten mit Schnörkeln, Türmchen und Säulen wechseln sich mit strikter Symmetrie ab.

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Alternatives Fußballwissen zum Angeben

Ein philologischer Beitrag zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018

Von Karen, Lisa und Julia

Da ist sie wieder, die Fußball-Weltmeisterschaft. Und auf einmal steht die Welt Kopf und es wimmelt nur so von euphorischen und begeisterten Fußballfans. Auch diejenigen, die gestern noch vorgaben, von dieser Art der Körperertüchtigung nicht die geringste Ahnung zu haben, fachsimpeln auf einmal mit ihrem (Halb-)Wissen und persönlichen Einschätzungen zu diesem oder jenem Tor – war es nun Abseits oder nicht? – um die Wette.

Wir von Baltic Cultures geben ganz offen zu: Wir sind keine Fußballnarren! Ja, jetzt ist es raus.

Mitreden können wir trotzdem und ein bisschen angeben mit unserem alternativen Fußballwissen, wenn wir uns mal wieder darüber aufregen, dass der Kommentator keinen blassen Schimmer davon hat, wie den nun eigentlich diese ganzen verflixten Namen ausgesprochen werden.

Hier habt ihr nun die einmalige Gelegenheit, direkt bei unseren Aussprache-Profis in die Lehre zu gehen, um beim nächsten Spiel mit eurem philologischen Fußballwissen zu punkten. Viel Spaß! Read More

Wider dem Spoilern

Vom It-Girl zur Präsidentin? Warum Russlands aussichtsloseste Wahlkampagne auch die spannendste sein könnte…

Quelle: Собчак против всех (Facebook)

„Am 18. März wird man abstimmen, wie Putin wiedergewählt wird.“ Dieser zunächst als Scherz gemeinte Satz, der durch den öffentlichen russischen Diskurs flattert und mittlerweile sicherlich keine Mienen mehr verziehen lässt, bricht die allgemeine Grunderwartung für den kommenden Sonntag auf das Wesentliche herunter. Internationale Presseagenturen erwarten bei den russischen Präsidentschaftswahlen keine Überraschungen, zynische Zungen sprechen schon vom „Präsidentschaftsreferendum“. Der Ex-Skandalnudel und angeblichen Spoiler-Kandidatin des Kremls Ksenia Sobchak, die mit ihrer Kampagne für Erstaunen und beifällige Lacher sorgte, rechnet man keinerlei Chancen auf einen Wahlgewinn zu. Dennoch könnte die 36-Jährige der wahre Grund sein, sich doch für die Wahl zu interessieren.

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Schnee, Schnee, Schnee

17. Kunst und Klänge: 9 Oden an und über Schnee

„… auf allen zentralen Straßen der Hauptstadt des Nordens. Und jetzt zum Wetter: Morgen, am 31. Dezember erwarten wir +4 Grad in Sankt Petersburg, Niederschlag wird nicht erwartet.“
Eine Neujahrsfeier ohne Schnee? In Petersburg? Unmöglich! Dem russischen Kalender nach gilt der Jahreswechsel traditionell als wichtigstes Familienfest. Groß und Klein kommt zusammen, ein Festessen wird bereitet, Väterchen Frost verteilt die Geschenke und läutet das neue Jahr ein. Umso verständlicher scheint es, dass ein schneeloser Silvesterabend sich im Venedig des Nordens nicht allzu großer Beliebtheit erfreut. So muss es Dimitri, Frontmann der VIA Proletarskoje Tango, demnach selbst in die Hand nehmen und all seine Kumpanen zusammentrommeln um den Schnee für die Neujahrsnacht zu besingen.

VIA Proletarskoje Tango ist ein junges Musikprojekt aus Sankt Petersburg. Der Name der Band lässt sich als „VIA Proletarischer Tango“ übersetzen. Die Abkürzung VIA steht für „Vokal-Instrumentales Ensemble“, eine gängige Bezeichnung für die in der Sowjetunion anerkannten Popgruppen. Die Band selbst beschreibt ihren Musikstil auf ihrer Internetseite ausgesprochen humorvoll: „VIA Proletarskoje Tango ist ein positives und sonniges Retro-Orchester voller Lackaffen, das leichte Coverversionen der sowjetischer Hits in Begleitung von Bläsern und Balalaika aufführt“ Read More