Tag - Musik

12. Türchen

Heute haben wir eines der bekanntesten – wenn nicht sogar das bekannteste – Weihnachtslied für euch. Na, wer von euch erkennt nicht nur das Lied, sondern auch die Sprache?

Gleðilig jól!

„Gleðilig jól! Gleðilig jól!“
ljóðar av himli einglalag.
„Armi syndari, óttast ei nú,
gleðiboðskapin hoyrir tú:
„Jesus er føddur í dag,
Jesus er føddur í dag.“

(Faðir vár! Faðir vár!
Høgt tó tú á himli býrt,
ikki gloymdi tú barnið títt,
elskaði syndiga hjarta mítt;
veri um ævi tær dýrd,
veri um ævi tær dýrd.)

Frelsari mín! Frelsari mín!
Náði tín hon er mítt skjól.
Paradísportrið er opnað mær,
aldri kann eg fulltakka tær
fyri gleðilig jól,
fyri gleðilig jól.

6. Türchen

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Foto: raskastajoulua.com

Finnland ist für seine vielen Rock- und Metalbands bekannt und deswegen ist es auch weniger verwunderlich, dass man ausgerechnet dort eine einzigartige Verbindung zwischen Metal und Weihnachtsliedern findet. Unter dem Namen Raskasta Joulua (dt. Schwere Weihnacht) knöpfen sich finnische Musiker seit 2004 sowohl international bekannte, z.B. Valkea Joulu (eng. White Christmas), als auch finnische Weihnachtsklassiker, z.B. Sylvian Joululaulu (dt. Sylvias Weihnachtslied), vor und hüllen sie in ein metallisches Gewand. Die Grundidee dahinter war, dass es wenigstens die Option einer „Heavy“-Version gibt, wenn man Weihnachtsliedern schon nicht aus dem Weg gehen kann. Read More

Coversongs in Finnland. Von Humppa bis Metal.

(in Zusammenarbeit mit Mareen)

Finnlands Musikszene kann sich in der Welt durchaus sehen lassen: neben dem finnischen Tango ist sie hauptsächlich, allerspätestens seitdem Lordi 2006 den Eurovision Songcontest gewannen, für ihre heavy Töne außerhalb der eigenen Landesgrenzen bekannt. Auch Humppa hat mittlerweile nicht nur in Finnland Fans. Diese beiden Musikrichtungen haben auf den ersten Blick außer der Beliebtheit bei den finnischen Musikfans und Fans der finnischen Musik nicht viel gemeinsam. Bei genauerem Hinsehen lassen sich aber Gemeinsamkeiten erkennen.
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Singend durch Jahrhunderte: Sängerfeste in Estland

Sängerfeste haben im Baltikum eine sehr lange Tradition, denn die Musik und das gemeinsame Singen verbinden die Esten schon seit Jahrhunderten und schaffen ein Gefühl der kulturellen Zusammengehörigkeit. Das estnische Sängerfest findet heutzutage alle fünf Jahre in Tallinn statt. Entstanden sind die Sängerfeste in einer Zeit, in der das nationale Bewusstsein erwachte und der politische Hintergrund sollte später noch einmal verstärkt wiederkehren: vor allem während der sowjetischen Zeit hatten die Sängerfeste einen patriotischen Hintergrund.

Marika Peekmann studiert Germanistik in Tartu und war Estnisch-Lektorin in Greifswald im Wintersemester 2015/2016. Sie war selbst schon bei Sängerfesten und berichtet hier über die Tradition aus ihrer Heimat und das besondere Gefühl, dieses Fest mitzuerleben. Read More

Verzaubernde Klänge aus Sápmi

Joiken ist kein Erzählen, ist auch kein Gesang. Es ist beides zusammen, und es ist dadurch viel mehr. Es ist die Sprache der Seele. Weißt du, was ich glaube? Es wird nicht nur in Lappland gejoikt. Jeder Poet joikt auf seine Weise, und jedes Kind, das noch nicht zerstört worden ist von den Erwachsenen. Hast du mal kleine Kinder singen hören, die sich unbeobachtet fühlen? Sie singen nicht schön. Es ist eher eine Art Lallen. Sie joiken, Henrik. Ihr Joiken ist eine geheime Botschaft ihrer Seele, die wir Älteren nicht mehr verstehen.” – aus dem Roman „Joiken“ von Henning Boëtius

Eine der ältesten Gesangsformen, die wir in Europa finden können, ist der Joik. Das Wesen des Joiks und den Vorgang des Joikens mit Worten zu beschreiben, ist gar nicht so einfach. Der traditionelle Oberton-Gesang der Samen wird besonders in deutschen Texten häufig mit dem verwandten Jodeln verglichen, was ein in vielerlei Hinsicht hinkender Vergleich ist, der sich allenfalls auf die Ähnlichkeit bezüglich des Klanges, nicht aber auf die Funktionen beziehen lässt.
Ein Joik wird nicht komponiert, sondern er existiert einfach und kommt bzw. offenbart sich dann, wenn er will. Oftmals wird dies so gedeutet, dass die Joiks aus einer Improvisation heraus entstehen. Außerdem haben sie keinen oder kaum Text und erzählen von der Heimat der Samen, Personen, Tieren, der Natur, Gefühlen und Gedanken. Man joikt dabei aber nicht über diese Dinge, sondern man joikt die Dinge selbst. So kann man etwa seine Verwandten, Rentiere oder Flüsse joiken und sie dadurch sowohl in seine Nähe holen als auch gleichzeitig die Verbundenheit zu ihnen ausdrücken. Read More