Tag - Literatur

Nordic Noir und Finnish Weird

Informationsforum zum Nordischen Klang in Greifswald

© KiWi Verlag

Eine einsame rot-weiße Hütte in einem verschneiten Wald in monochromen Farben: Dieses Bild ist typisch für so viele Buchcover oder Filmplakate von Krimis aus dem Norden, die sich weltweit sehr großer Beliebtheit erfreuen. Krimis von Bestsellerautoren wie Stieg Larsson, Henning Mankell oder Jo Nesbø oder auch TV-Produktionen wie „Die Brücke“ oder „Das Verbrechen“ sind als weltweit erfolgreiche Exportschlager längst eine Art Inbegriff der nordischen Literatur und Fernsehproduktionen geworden; sie sind Nordic Noir. Dieses Genrelabel steht für düstere Krimis, die oft ausgesprochen brutal sind und gleichzeitig schonungslos die gesellschaftlichen Probleme in den nordischen Ländern ansprechen.

Doch was fasziniert eigentlich so viele Menschen an dieser Art von Krimi? Ist es diese (für viele Städter exotisch anmutende) einsame Landschaft? Ist es vielleicht doch ein außergewöhnlich brutaler Mord und die Faszination für das Böse? Sind es die gesellschaftskritischen Aspekte oder die ausgeklügelte Psychologie der Figuren? Oder am Ende doch das perfekt durchgestylte Wohnzimmer des Opfers mit skandinavischen Designerstücken?

© Paul Garaizar via Unsplash

Dabei ist Nordic Noir nicht die einzige erfolgreiche „Marke“, die derzeit aus den nordischen Ländern in die Welt exportiert wird, auch AutorInnen des Finnish Weird erregen internationale Aufmerksamkeit. Auch hier spielen Geheimnisse und mysteriöse Zwischenfälle eine große Rolle, die die Grenze zwischen Traum und Realität verschwimmen lassen und magische Kräfte und Fabelwesen mit der Realität verweben.

Warum sind diese beiden Labels so erfolgreich und was genau versteht man eigentlich unter diesen Begriffen? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, veranstaltete das Institut für Fennistik und Skandinavistik im Rahmen des Nordischen Klangs am 7. und 8. Mai ein zweitägiges Informationsforum zu diesem Thema.

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Livet med Tourettes syndrom

Källa: Brombergs förlag

Pelle Sandstrak: Mr Tourette och jag

Av en slump stötte jag på boken Mr Tourette och jag av Pelle Sandstrak. Tourettes syndrom är temat i denna självbiografiska roman. Namnet på syndromet faller tillbaka på Gilles de la Tourette som 1885 upptäckte denna sjukdom, där godtyckliga ryckningar och fasta ritualer bestämmer vardagen.

I sin bok beskriver Pelle Sandstrak sitt eget liv med de för syndromet egendomliga beteendemönstren. De är bara några exempel på en bred palett av möjliga verkningar som sjukdomen kan framkalla. Alla patienter har dock en sak gemensamt: Tourettes syndrom hindrar dem från att leva sitt liv på samma sätt som ”normalvarianten av en människa”. Read More

„Vielleicht jätet Mama Unkraut im Paradies“

Kinderbuch „Annas Himmel“ von Stian Hole

Kinder möchte man beschützen. Vor allem Bösen und Schwierigem und all jenem, was sie verletzen könnte. Eine Kindheit sollte frei, farbenfroh und fröhlich sein, wie in einer fabelhaften Welt Astrid Lindgrens. Daher ist es auf den ersten Blick auch ein tollkühnes Vorhaben, das Kinderbuchautor und –illustrator Stian Hole da wagt: ein Bilderbuch über den Tod. Denn die Protagonistin, die rothaarige Anna im strahlend gelbem Sommerkleidchen, hat ihre Mutter verloren. Das 48-seitige Kinderbuch handelt vom Verlust und dem Umgang damit.

https://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/449088/nach-garmans-sommer-neues-bilderbuch-von-stian-hole#gallery&32667&0&449088

„Wenn Mama nur zurückkommen und mir die Haare flechten könnte.“, sagt Anna.
„Ja, wenn.“, antwortet Papa.

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Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf – umstritten, revolutionär, geliebt

Fragt man in Deutschland heute eine beliebige Person auf der Straße, was diese mit Schweden verbindet, fällt in der Regel nach IKEA und Köttbullar sehr bald der Name Astrid Lindgren.

Astrid Lindgrens Lebenswerk ist nach wie vor, auch sechzehn Jahre nach ihrem Tod, noch allgegenwärtig. Als wohl eine der bekanntesten Kinderbuchautorinnen weltweit, ist die Schwedin mit ihren Erzählungen, wie Pippi Langstrumpf, Karlsson vom Dach, Gebrüder Löwenherz oder Die Kinder von Bullerbü in die Geschichte eingegangen und begeistert damals wie heute Kinder und Erwachsene. Für ihr Werk, in dem sie kindliche Wünsche, Bedürfnisse und Empfindungen auf den Punkt bringt und versucht, eine Brücke zwischen Kind und Erwachsenem zu schlagen sowie für ihren Verdienst für die Gesellschaft, ist Astrid Lindgren zeitlebens zahlreich ausgezeichnet worden. Lindgrens Bücher sind in 76 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft worden. Ihre anschaulichen Beschreibungen der idyllischen småländischen Landschaft, in der sie viele Handlungen ihrer Geschichten stattfinden lässt, prägen das Schwedenbild vieler Nicht-Skandinavier und tragen unter anderem zum zunehmenden Interesse vieler Deutscher an Skandinavien bei. Wie keine andere, gibt Astrid Lindgren in ihren Büchern den Kindern eine Stimme und macht ihnen Mut, sich gegen die Bevormundung durch Erwachsene zu behaupten. Mit ihrem Erstlingswerk Pippi Langstrumpf, welches ihrerseits ursprünglich gar nicht für den Buchmarkt gedacht war, löste Lindgren in Schweden, aber auch in anderen Ländern, in denen ihr Buch erschien, teils heftige Debatten aus, die sowohl Befürworter, als auch Gegner der antiautoritären Erziehung auf den Plan rief.

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Autorentag mit Robert Zola Christensen und Kristian Himmelstrup

Dänische Autoren zu Besuch in Greifswald

Am 18.01.2018 lud das dänische Lektorat am Institut für Fennistik und Skandinavistik zu Gesprächen, Vorträgen und einer Lesung mit den beiden dänischen Autoren und Dänischlektoren Robert Zola Christensen und Kristian Himmelstrup ein. Der Tag begann mit einer Gesprächsrunde mit den beiden Autoren. Diese Gelegenheit zum Austausch mit Besuchern aus Dänemark nutzten auch einige der fortgeschrittenen Dänisch-Studierenden und schon bald entwickelte sich ein reges Gespräch, nicht nur über die dänische Sprache, sondern auch über kulturelle Unterschiede zwischen Dänemark, Deutschland, Amerika und Schweden. Wir von Baltic Cultures waren dabei und erfuhren viele spannende und oft auch überraschende Dinge, u. a. über die schwedische Höflichkeitskultur, das beherzte Fluchen im Dänischen, und dass es sich am besten über verbotene Dinge und Tabuthemen schreiben lässt.

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