Tag - Litauen

Ein Sprachexperiment zum Normenverständnis im Litauischen

Seit zwei Jahren gibt es an der Universität Greifswald den Studiengang M.A. Sprachliche Vielfalt/Language Diversity, der die Linguistik anglophoner, baltischer, finnischer, skandinavischer und slawischer Kulturen miteinander verbindet. Das Studium besteht aus insgesamt drei Säulen: Allgemeine Theorien und Methoden, Schwerpunktbereich und Profilierungsbereich. Der Schwerpunktbereich entspricht dabei der bereits im Bachelorstudium studierten Philologie und im Profilierungsbereich können wahlweise Kenntnisse einer zweiten bereits studierten Philologie vertieft oder eine neue Philologie von den Studenten gewählt werden.
Vor wenigen Tagen konnte der Masterstudiengang seine erste Absolventin hervorbringen. Greta Onusait hatte im Schwerpunktbereich Baltistik und im Profilierungsbereich Skandinavistik studiert. In ihrer Master-Arbeit beschäftigte sie sich mittels eines Sprachexperiments mit dem Normverständnis im Litauischen.

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Die Kurische Nehrung beim Nordischen Klang

Ein schmaler Streifen Land trennt die Ostsee vom Kurischen Haff – die Kurische Nehrung. Auf russischem und litauischem Territorium gelegen, ist sie ein Ort faszinierender Natur, der schon Künstler wie Thomas Mann und Max Pechstein angelockt hat. Wilhelm von Humboldt schrieb seinerzeit: „Die kurische Nehrung ist so merkwürdig, daß man sie eigentlich ebenso gut als in Spanien und Italien gesehen haben muß, wenn einem  nicht ein wunderschönes Bild in der Seele fehlen soll.“

Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald zeigt im Rahmen des Nordischen Klanges am Dienstag, den 28. April, um 21 Uhr den Dokumentarfilm „Kurische Nehrung“ von Volker Koepp. Koepp interessiert das Zusammenspiel von Mensch, Natur und Geschichte. In seinem Film lässt er vor der Kulisse aus Wald, Meer und Dünen Geschichte anhand der persönlichen Geschichten der Nehrungsbewohner erfahrbar werden.

Wer Pechsteins Gemälde bewundern möchte, dem sei ans Herz gelegt, vor dem Film die Ausstellung Zwei Männer – ein Meer zu besuchen. Die Ausstellung ist geöffnet bis zum 28. Junizweimännereinmeer

 Und zum Schluss noch ein Vorgeschmack auf die Nehrung:

Kunst, Kultur& skandinavische Sprachen. Filme aus dem Norden!

Obwohl wir die Nordischen Filmtage in Lübeck bereits vor einigen Wochen besucht haben, wirken Geschichten, Filmtitel, Figurennamen und besondere Situationskomik der Retrospektivfilme unter dem Leitthema Komik weiter nach. Ein Erfahrungsbericht mit der Überschrift „Von Lachmuskeln& plattgesessenen Hintern. Die Nordischen Filmtage 2014 in Lübeck.“, wird nur allzu gut vorstellbar. Darüber hinaus liefern die Filmtage unzählige Hinweise auf weitere Spiel-, Dokumentar-, Stumm- oder Kurzfilme. Welche Filme interessieren? Mit welchem Film sollte man beginnen?

Ausufernder Filmkatalog der Filmtage Lübeck.

Ausufernder Filmkatalog der Filmtage Lübeck.

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Und alle singen im Chor

Woran denkt Ihr zuerst, wenn ihr an das Baltikum denkt? An die Ostsee und die Natur? An Sport? Immerhin sind die drei Länder recht erfolgreich in ihren Nationalsportarten Floorball (Estland), Eishockey (Lettland) und Basketball (Litauen). Oder denkt Ihr sogar an absolvierte Sprachkurse in der Baltistik oder Fennistik? Und wer von Euch denkt zuerst an Chöre und Singen?

Für das Nationalbewusstsein der baltischen Staaten ist das gemeinsame Singen von zentraler Bedeutung. Im Chor zu singen, ist ein beliebtes Hobby und in kaum einer Stadt vergeht eine Woche ohne einen Abend im Sinne eines Chorkonzertes. Auch für die Wiedererlangung ihrer Unabhängigkeit demonstrierten die Balten mit ihren Liedern. Von 1987 bis 1991 führten sie die „Singende Revolution“ gegen die Sowjetunion und hatten zuletzt Erfolg. Immer wieder trauten sich Einzelne zu dieser Zeit, sogar eine der zuhause versteckten, weil von den Sowjets verbotenen, Nationalflaggen mitzubringen, und mutig während des Singens zu schwenken.
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