Tag - Lettland

Von alten Damen und Pilzsuppe

Euer Baltic Cultures Adventskalender – Türchen 20

Konversationsfibel Teil 3 – Tipps für die baltische Festtafel

Die Weihnachtszeit naht und der Duft von Glühwein und Plätzchen zieht bereits durch Wohnzimmer, Innenstädte und Einkaufspassagen zwischen Lissabon und Lappland. Gerade in den kalten Regionen rücken die Menschen in diesen Tagen etwas näher zusammen. Auch in Riga und Vilnius stehen bereits reich geschmückte Tannen und Weihnachtsmanndouble in den Fußgängerzonen. Weihnachtsszeit – das heißt auch, sich näherzukommen und zusammenzuwachsen. Doch Vorsicht – vor dem Glühweinstand und am Festtagstisch lauern so einige Fettnäpfchen in der Kommunikation. Wer nicht aufpasst, wird vom sprachlichen Nachbar nicht nur nicht verstanden, sondern macht sich vielleicht sogar lächerlich. In Teil 1 und Teil 2 unserer Kolummne haben wir euch in estnisch-finnische und polnisch-russische „False Friends“ eingeweiht. Heute haben wir für euch einige lettisch-litauische Fettnäpfchen gesammelt, damit ihr diese gekonnt umschiffen könnt.

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100 Jahre Lettland – 27 Jahre Unabhängigkeit

18. November 1918: Vertreter aus allen ethnografischen Regionen Lettlands finden sich im rigaer Nationaltheater ein. Die Republik Lettland wird durch den Rat der Volksbeauftragten ausgerufen. Die Geburtsstunde der Unabhängigkeit…oder doch nicht?

Letztes Jahr feierten wir Finnlands einhundertjährige Unabhängigkeit von Russland. Und nun wurden vor 100 Jahren die Republiken Estland, Lettland und Litauen ausgerufen. Bis diese jedoch ihre Unabhängigkeit erreichten, sollte noch fast ein Jahrhundert verstreichen. Read More

Sommerschule im Baltikum

Ein Bericht über die Teilnahme an einer Go-East Sommerschule des DAAD

„Wie entstanden die baltischen Nationalstaaten und was waren die historischen Hintergründe?“, „Welche Rolle spielt Nationalismus heute?“, „Wie wird Nationalstaatlichkeit im Baltikum inszeniert?“, „Und warum spricht man eigentlich von ‚dem Baltikum‘ als gemeinsamen geographischen und kulturellen Raum?“ Das alles waren Fragen, mit denen wir, die Teilnehmer*innen der Sommerschule „Zur Entstehung baltischer Nationalbewusstseine“, nach Kaunas gekommen waren. Read More

Darf es ein bisschen mehr sein? Ein Marktbummel in Riga.

Gemüse und Obst in allen Farben und Formen stapelt sich auf den Verkaufstischen und bildet ein farbenfrohes Gesamtkunstwerk. Fische aus der nahen Ostsee wie auch aus fernen Fjorden werden auf die frostigen Auslagen gehieft. Es riecht nach dampfendem Kaffee, warmem georgischen Brot und süßem lettischen Honig. Die ersten Kundinnen, etwas beleibte Babuschkas mit verzierten Kopftüchern und noch leeren Plastiktüten, scharren vor den Toren bereits mit den Hufen und ertränken ihre Nervosität in Small-Talk über den rauen lettischen Winter, während hinter ihnen die aufgehende Sonne das morgendliche Riga in einen goldroten Schimmer taucht. Pünktlich öffnen sich die Türen und die Babuschkas ringen um den besten Platz, Schulter an Schulter, Tüte an Tüte, um sich durch die Eingangstür zu kämpfen.

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Schnee, Schnee, Schnee

17. Kunst und Klänge: 9 Oden an und über Schnee

„… auf allen zentralen Straßen der Hauptstadt des Nordens. Und jetzt zum Wetter: Morgen, am 31. Dezember erwarten wir +4 Grad in Sankt Petersburg, Niederschlag wird nicht erwartet.“
Eine Neujahrsfeier ohne Schnee? In Petersburg? Unmöglich! Dem russischen Kalender nach gilt der Jahreswechsel traditionell als wichtigstes Familienfest. Groß und Klein kommt zusammen, ein Festessen wird bereitet, Väterchen Frost verteilt die Geschenke und läutet das neue Jahr ein. Umso verständlicher scheint es, dass ein schneeloser Silvesterabend sich im Venedig des Nordens nicht allzu großer Beliebtheit erfreut. So muss es Dimitri, Frontmann der VIA Proletarskoje Tango, demnach selbst in die Hand nehmen und all seine Kumpanen zusammentrommeln um den Schnee für die Neujahrsnacht zu besingen.

VIA Proletarskoje Tango ist ein junges Musikprojekt aus Sankt Petersburg. Der Name der Band lässt sich als „VIA Proletarischer Tango“ übersetzen. Die Abkürzung VIA steht für „Vokal-Instrumentales Ensemble“, eine gängige Bezeichnung für die in der Sowjetunion anerkannten Popgruppen. Die Band selbst beschreibt ihren Musikstil auf ihrer Internetseite ausgesprochen humorvoll: „VIA Proletarskoje Tango ist ein positives und sonniges Retro-Orchester voller Lackaffen, das leichte Coverversionen der sowjetischer Hits in Begleitung von Bläsern und Balalaika aufführt“ Read More