Tag - Kunst

Piparkoogid

 

In der estnischen Hauptstadt Tallinn bricht kurz vor Weihnachten der PiparkoogiMaania oder Pfefferkuchen-Wahnsinn aus. Ab dem 18. Dezember gibt es in der Galerie für Design und Architektur zum neunten Mal eine eindrucksvolle Ausstellung  und essbare Eigenkreationen aus Lebkuchen zu bestaunen, die von über 100 estnischen Künstlern präsentiert werden.

Aus diesem Anlass haben wir hier ein einfaches Lebkuchen-Rezept für euch. Was ihr daraus formt, ist eure Sache 🙂

Pfefferkuchenteig
2 Glas Zucker
1 Glas Sirup
1 Glas geschmolzene Butter
1 Glas saure Sahne
2 TL Soda
50 g geraspelte Nüsse
Weizenmehl

Sirup
6 SL Zucker
3/4 l kochendes Wasser
3 1/2 Glas Zucker
2 TL gemahlener Zimt
2 TL gemahlener Kardamom
2 TL Ingwer

Zuerst wird der Sirup hergestellt: 6 SL Zucker werden auf einer heißen Pfanne angebräunt, bis der Rauch schon zu sehen ist. Dann wird langsam das kochende Wasser hinzugefügt, indem das Gemisch mit dem Holzlöffel gerührt wird ebenfalls die restlichen 3 1/2 Glas Zucker und Gewürze auch dazu gegeben. Der Sirup wird nochmal durchgekocht und abgekühlt. Dem abgekühlten Sirup werden die geschlagenen Eier, die geschmolzene Butter, der Zucker, die geraspelten Nüsse, saure Sahne mit dem Soda gemischt hinzugefügt, und schließlich wird der Teig mit dem Mehl geknetet. Von dem dünn gerollten Teig werden mit den Pfefferkuchenförmchen die Plätzchen ausgeformt. Die Kuchen werden mit den Eiern gepinselt, mit den geraspelten Nüssen bestreut und im Backofen gebacken. (Quelle Rezept)

Gingerbread_People_CookiesGingerbread_house_with_path

Der halbfertige Himmel

Der halbfertige Himmel ist der Titel der Ausstellung von Sarah Fischer zum Nordischen Klang Festival 2015 in Greifswald. Mit ihrer Bachelorarbeit mit dem Titel Baum und Wald als Motive in der Lyrik Tomas Tranströmers – eine grafische Auseinandersetzung hat Sarah nicht nur außergewöhnlich tolle Arbeiten kreiiert sondern auch ihre beiden Studienfächer der Skandinavistik und Bildenden Kunst hervorragend verbinden können.

Zur morgigen Ausstellungseröffnung, die um 17.30 Uhr in der Galerie im Rathaus in Greifswald stattfindet, sind alle Interessierten herzlich eingeladen!

In der vertieften künstlerischen Auseinandersetzung mit der Poesie von Tomas Tranströmer hat sich die jetzige Masterstudentin der Bildenden Kunst hauptsächlich mit dem wiederkehrenden Motiv des Baumes und Waldes in den Gedichten des Schweden beschäftigt, wobei sie ihre Arbeiten mit der Technik des Holzschnitts und in der Kombination aus Collage und Zeichnung anfertigte. Die Thematik der grünenden Natur, des Wassers, Waldes und Baumes finden sich vor allem in Tranströmers erster Gedichtsammlung 17 dikter (dt. 17 Gedichte), doch auch in seinen späteren verdichteten Haiku und seiner kurzprägnanten Poesie.

Der Wald in den Gedichten kann als ein Ort der Ruhe und Abgeschiedenheit gelesen, der Waldrand als Übergang in einen neuen Raum beschrieben werden. Der Ausflug in den Wald ist eine Reise ins eigene Innere, in einen Raum von umstehenden stummen Bäumen und der Gang in den Wald hinein kann tief in die eigene Psyche führen, zu bislang unentdeckten Gedanken und Gefühlen…

Sarahs Bilder sind surreal anmutende Welten, die in Anlehnung an Tranströmers Poesie in der Verbindung von Natürlichkeit mit dem Geheimnisvollen und Verschlüsselten zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich führen und ausdrücken, was mitschwingt, emotional stark und sprachlich dazwischen und schwer zu umschreiben ist.

Wir wünschen viel Spaß bei der Vernissage und empfehlen tolle, inspirierende Kunst, die noch bis zum 19.06. 2015 besucht werden kann! Schaut auch mal auf die Website von Sarah, denn sie stellt derzeit nicht nur in Greifswald sondern auch in Rostock und Ahrenshoop aus.

N. kommt, aus der Serie »Der halbfertige Himmel«, Mischtechnik und Collage 2013 © Sarah Fischer

N. kommt, aus der Serie »Der halbfertige Himmel«, Mischtechnik und Collage 2013 © Sarah Fischer

Klangtrunken

nk

Sobald das Nordische Klang Festival seine Pforten öffnet, hat der Frühlingsalltag in Greifswald zusätzlich strahlende Gesichter gewonnen. Gerade noch verzaubert von der Stimme Ulla Pihls aus Dänemark, die zusammen und unterstützt durch ein Streicherensemble und die Instrumentalistin Line Felding, das Klavier in der warmrot ausgeleuchteten Aula der Universität bespielte, bleibt man, einige Stunden rückblickend, beeindruckt von eindringlichen Post-Rock Klängen der isländischen Band Róa, die in der Annenkapelle der Marienkirche an der Orgel über den Köpfen der ZuschauerInnen spielten und als Band an die Kirchenwand projeziiert, im doppelten Gesamten zu erleben waren. Und als ob es gestern gewesen sei, und so ist es in der Tat, wünscht man sich erneut die drei charmanten, norwegischen Virtuosen von Gammalgrass ins Haus, um Gammaldans auf Tisch und Stühlen zu tanzen.

Obwohl das Festival erst beginnt, sind Körper und Geist bereits hin- und hergerissen von neuen musikalischen und künstlerischen Begegnungen! Auch in der nächsten Woche lassen wir uns weitertragen, bei bildvollen, redevollen und klangvollen Veranstaltungen. Hier lässt sich das Programm des Nordischen Klangs einsehen, das neben wundervollen Konzerten auch Wissenschaftskolloquien, Theater, Lesungen und Kunstausstellungen zum Thema und zur Kultur Nordeuropas bietet! Viel Spaß bei einem tollen Festival!

 

Ideofiers in the commercial city: A discursive linguistic landscape analysis of hairdressers’ shop names in London, Stockholm and Berlin

Pure Barberism, The Best a Mo Can Get, Strå, Kamm in, Salon Kaiserschnitt, haarspree-Frisöre, there are different and very creative ways to name a hairdresser shop. In my Staatsexamensarbeit, I do not only look at commercial signs in general but particularly at a specific type of shop: the hairdresser shop. The purpose of my research is to deal with aspects of discursive competence in the commercial city. With a linguistic landscape sample route of different inner (and outer) city areas of London, Stockholm and Berlin, linguistic resources will be studied that shop owners employ to name their shops in the frequent urban marketplace service of hairdressing. I hypothesize that shop signage can be divided into direct versus indirect discourse modes that map the city as spatial and social marketplace. If codified lexemes are used as linguistic repertoire, a direct discursive mode is visible in shop names as identifiers. If the meaning of a shop name is depicted with an indirect discursive mode, e.g. lexical webs and semantic resources, shop names are used as ideofiers. In my research, I study whether the use of ideofiers vs. identifiers varies in the linguistic landscapes of London, Stockholm and Berlin. Furthermore, I look more closely at the different semantic and morphological strategies to name a hairdresser shop as ideofier.

(writer and photographer: Anna Mehrens)

Frohe Weihnachten mit den Skagenmalern

Ende des 19. Jahrhunderts gründete sich im dänischen Skagen an der Norsdpitze Juütlands eine Künstlerkolonie, die mit ihrere Freiluftmalerei und bildlichen Darstellungen von Fischern und dem dänischen Landleben große Bedeutung erlangte. Besonders die Lichtverhältnisse an der Küste prägten die Bilder der Skagenmaler, die beeinflusst waren von französischer Freiluftmalerei. In den Sommermonaten entwickelte sich der Ort Skagen zu einem Treffpunkt dänischer Künstler. Von den Skagenmalern gibt es eine Reihe sehr schöner Darstellungen von Festtagen und Feierlichkeiten, darunter auch das Weihnachtsfest.

God Jul – Frohe Weihnachten – Merry Christmas

Viggo Johansen: "Glade Jul" (1891)

Viggo Johansen: „Glade Jul“ (1891) // Quelle: Wikimedia