Tag - Kultur

„Glöggpause!“ – Weihnachtsgrüße aus Tallinn

„Glöggpause!“ Wie feiert man Weihnachten in Estland? Was wird traditionell gegessen? Wann hat man sich eine Glöggpause redlich verdient? Kristen und Kristina nehmen uns im 22. Türchen mit auf den Tallinner Weihnachtsmarkt und erklären, wie man echte estnische Weihnachten zelebriert.

Schlemmen in historischen Gemäuern

21. Über der Erde – Kulinarisches und historisches Highlight in Stockholm

Es ist ein Mittag im Herbst 2015. Touristen schieben sich neben Chefköchen und Stockholmer Bürgern durch die Gänge vorbei an den vielfältigen Ständen mit ihren antiken Holzfassaden. In der Luft liegt ein Konglomerat verschiedener Gerüche. Gebratenes Fleisch, geräucherter Fisch, Käse, Tee, Kaffee, Zitrusfrüchte und Backwaren, die frisch aus dem Ofen kommen und ihren Weg direkt in die Auslage zum Verkauf finden.

Nachdem es an den vergangenen beiden Donnerstagen unter die Erde ging und ihr mit auf die Reise durch die künstlerisch und architektonisch auf besondere Weise gestalteten Metro-Stationen St. Petersburgs, Moskaus und Helsinkis genommen wurdet, bleiben wir heute über der Erde und machen einen Abstecher in die Stockholmer Saluhall (Markthalle).

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Schnee, Schnee, Schnee

17. Kunst und Klänge: 9 Oden an und über Schnee

„… auf allen zentralen Straßen der Hauptstadt des Nordens. Und jetzt zum Wetter: Morgen, am 31. Dezember erwarten wir +4 Grad in Sankt Petersburg, Niederschlag wird nicht erwartet.“
Eine Neujahrsfeier ohne Schnee? In Petersburg? Unmöglich! Dem russischen Kalender nach gilt der Jahreswechsel traditionell als wichtigstes Familienfest. Groß und Klein kommt zusammen, ein Festessen wird bereitet, Väterchen Frost verteilt die Geschenke und läutet das neue Jahr ein. Umso verständlicher scheint es, dass ein schneeloser Silvesterabend sich im Venedig des Nordens nicht allzu großer Beliebtheit erfreut. So muss es Dimitri, Frontmann der VIA Proletarskoje Tango, demnach selbst in die Hand nehmen und all seine Kumpanen zusammentrommeln um den Schnee für die Neujahrsnacht zu besingen.

VIA Proletarskoje Tango ist ein junges Musikprojekt aus Sankt Petersburg. Der Name der Band lässt sich als „VIA Proletarischer Tango“ übersetzen. Die Abkürzung VIA steht für „Vokal-Instrumentales Ensemble“, eine gängige Bezeichnung für die in der Sowjetunion anerkannten Popgruppen. Die Band selbst beschreibt ihren Musikstil auf ihrer Internetseite ausgesprochen humorvoll: „VIA Proletarskoje Tango ist ein positives und sonniges Retro-Orchester voller Lackaffen, das leichte Coverversionen der sowjetischer Hits in Begleitung von Bläsern und Balalaika aufführt“ Read More

Helsinki von unten

 14. Zurück unter der Erde. Ein Streifzug durch die neuen Tiefen Helsinkis.

Mumins, Saunen und Seen, Salmiakki, Lordi und Rentiere. In der allgemeinen Wahrnehmung vieler Reisehungriger stehen diese Begriffe exemplarisch für Finnland. Das Land der tausend Seen erlebte in den letzten Jahren einen anhaltenden Tourismusboom – eine regelrecht lodernde Finnomanie – insbesondere aus Deutschland. Dabei steht insbesondere die Landeshauptstadt Helsinki bei den Touristen hoch im Kurs. „Helsinki, die schöne Tochter der Ostsee“ betitelt etwa der Reiseführerverlag Marco Polo die finnische Hauptstadt, die im Jahre 2015 mit 3,5 Millionen Übernachtungen ihren damaligen touristischen Rekord noch übertrumpfen konnte, Tagestouristen aus Tallinn nicht mitgerechnet.

Wer schon das Vergnügen hatte, Helsinki besuchen zu dürfen, weiß, dass ein deutlicher Vorteil der Stadt in ihren verhältnismäßig kurzen Wegen liegt. „Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten erreichen Sie bequem zu Fuß oder mit der Straßenbahn 3T – das heiß geliebte und gut gepflegte Kulturgut der Stadt.“ (Marco Polo) In den gemütlichen Straßenbahnwagons durch die Altstadt zu tuckern, einen Bus in die Vororte zu nehmen und mit der städtischen Fähre zur Festungsinsel Suomenlinna zu gelangen – dies sind angenehme und vertraute Perspektiven Helsinkis. Nur selten findet hingegen die U-Bahn ihren Weg auf das touristische Tagesprogramm. Das sollte sich ändern, denn auch eine unterirdische Tour in den orangenen Wagons der Helsinkier Metro besitzt einen nicht zu unterschätzenden Charme.

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„Achtung, die Türen schließen!“

7. Dezember – Unter der Erde. Eine Ode an die Russische Metroromantik.

Eine Menschenmasse formiert sich am Gleis: mollige Mamas in Kopftüchern und Pelzmänteln schieben sich mit ihren Einkaufstüten zwischen rastlos wirkenden Geschäftsmännern in Anzügen und blutjungen Hisptern mit Schlauchschals und überdimensionalen Kopfhörern hindurch. Zugluft strömt über das Gleis und zerzaust die Haare einiger Wartender. In der Ferne nähern sich ein metallisches Rattern und das schrille Pfeifen der Gleise. Die Geräusche werden immer lauter.

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