Tag - Kultur

Darf es ein bisschen mehr sein? Ein Marktbummel in Riga.

Gemüse und Obst in allen Farben und Formen stapelt sich auf den Verkaufstischen und bildet ein farbenfrohes Gesamtkunstwerk. Fische aus der nahen Ostsee wie auch aus fernen Fjorden werden auf die frostigen Auslagen gehieft. Es riecht nach dampfendem Kaffee, warmem georgischen Brot und süßem lettischen Honig. Die ersten Kundinnen, etwas beleibte Babuschkas mit verzierten Kopftüchern und noch leeren Plastiktüten, scharren vor den Toren bereits mit den Hufen und ertränken ihre Nervosität in Small-Talk über den rauen lettischen Winter, während hinter ihnen die aufgehende Sonne das morgendliche Riga in einen goldroten Schimmer taucht. Pünktlich öffnen sich die Türen und die Babuschkas ringen um den besten Platz, Schulter an Schulter, Tüte an Tüte, um sich durch die Eingangstür zu kämpfen.

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Ein Ausflug nach Danzig

Auf den ersten Blick könnten Greifswald und die polnische Stadt Danzig kaum unterschiedlicher sein. Danzig liegt fast 350 Kilometer entfernt in Polen, hat rund 400.000 Einwohner mehr und besitzt einen internationalen Flug- und Containerhafen. Außer der unmittelbaren Nähe zur Ostsee ergeben sich heute kaum noch Gemeinsamkeiten. Doch was die beiden Städte miteinander verbindet, ist ihre Geschichte. Read More

Är det inte dags för fika?

Über die liebste Freizeitbeschäftigung der Schweden 

Bei einem Besuch in Schweden ist eines der ersten Worte, das man zu hören bekommt und bestimmt so schnell nicht wieder vergessen wird, das Wort fika. Dieser schwedische Ausdruck ist essentiell für jeglichen Aufenthalt im hohen Norden. Wer die Tradition kennt, weiß, dass die Übersetzung „Kaffeepause“ in einem deutschen Wörterbuch dieser Aktivität nicht im Geringsten gerecht wird. Aber was genau verbirgt sich hinter diesem Ausdruck, der so schwierig ins Deutsche zu übertragen ist? Und woher kommt eigentlich dieses etwas eigenartige Wort?

Fika – das können die Schweden jederzeit, an jedem Ort und am liebsten den ganzen Tag. Aus dem kulturellen und sozialen Leben ist es nicht wegzudenken. Fika ist inzwischen zu einer der beliebtesten (Freizeit-)Beschäftigungen im Land geworden, geradezu zu einer „sozialen Institution“. Das Unternehmen Gevalia, eine bekannte schwedische Kaffeerösterei, hat sogar Befragungen zu den fika-Gewohnheiten der Schweden durchgeführt (Gevalias fikarapport), aus denen hervorgeht, dass diese pro Jahr insgesamt etwa 9,5 Tage mit fika verbringen (2013). Read More

Ostern in Schweden

„Andere Länder, andere Sittenheißt es im Volksmund. Besonders um die großen christlichen Feste ranken sich zahlreiche Mythen, Bräuche und Geschichten, die sich von Land zu Land unterscheiden. So verwundert es nicht, dass auch das Osterfest überall auf der Welt in unterschiedlicher Ausprägung und mit verschiedenen Bräuchen begangen wird. Unser Blick fällt heute in Richtung Norden, genauer nach Schweden.

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Gerry Johansson – „Deutschland/Schweden“

Unsere Eindrücke der Ausstellung in der Kunsthalle Rostock

Halmstad 1995, 165 x 160 mm, Silver gelatin print by the photographer. © Gerry Johansson

Ein verlassener Wohnwagen, ein alter Holzschuppen, verwaiste Industrieanlagen, ein paar Gartenstühle in einem Vorort. Gerry Johanssons Motive sind unauffällige, menschenleere Orte an der Peripherie von Siedlungen, Städten und Industriegebieten. Sie nehmen den Besucher mit von Deutschland nach Schweden und wieder zurück, zeigen Kontraste und Perspektivenspiele, erzählen Geschichten von den Orten, die Johansson über meherere Jahrzehnte mit seiner Mittelformatkamera erkundete. Vom 16.1. bis 25.2. war die Fotoausstellung „Deutschland/Schweden“ in der Kunsthalle Rostock zu sehen – hier sind unsere Impressionen.

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