Tag - Island

5. Türchen

Jólabókaflóð

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Foto: teainthetreetops.com

Bücherflut, bei diesem Wort geht das Herz eines jeden Buchliebhabers auf. Es gibt doch kaum etwas Schöneres in der Winterzeit, als sich mit einer Tasse Tee oder Kakao, ein paar Plätzchen, einer Decke, dicken Wollsocken und einem guten Buch auf dem Sofa zu entspannen. Für viele zumindest.

In Island ist das Erhalten der kostenlosen bókatíðindi (dt. Buchzeitung), in der alle isländischen Neuerscheinungen vorgestellt werden, der offizielle Startschuss für die Weihnachtszeit. Gemäß einer langen Tradition, bekommt jeder zu Weihnachten mindestens ein Buch geschenkt (und verschenkt auch eines). Es ist also weniger erstaunlich, dass die meisten Bücher in den Wochen vor Heiligabend erscheinen und dies die umsatzstärkste Zeit für die isländische Buchbranche ist. In vielen Familien ist es heute noch so, dass sich jeder nach dem Festessen und der Bescherung zurückzieht und bis spät in die Nacht das neue Buch liest.

Wusstet ihr eigentlich, dass Island – gemessen an der Einwohnerzahl – weltweit die meisten Importe und Übersetzungen internationaler Literatur hat und auch die meisten Bücher und Magazine publiziert? Statistisch gesehen veröffentlicht jeder 10. Isländer im Laufe seines Lebens ein Buch. (Quelle )

Herzstein | Hjartasteinn

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Der Regisseur Guðmundur Arnar Guðmundsson hat schon viele Preise im Kurzfilmbereich gewonnen. Bei den diesjährigen Nordischen Filmtagen fand die Deutschlandpremiere seines Spielfilmdebüts Hjartasteinn (dt. Herzstein) statt. Der Film konnte nicht nur die Zuschauer überzeugen, sondern auch die Jury, sodass der NDR Filmpreis, der mit 12.500 Euro am höchsten dotierte Preis, dieses Jahr an Hjartasteinn und somit nach Island ging.

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Foto: heartstone-thefilm.com

Der Film spielt in einem kleinen und abgelegenen Fischerdorf in Ostisland und er beginnt so, wie man sich das Leben dort vorstellt. Die Möwen kreisen in der Luft und krähen lautstark, während vier sichtlich gelangweilte Jungen am Wasser in der Sonne liegen und nach einer Weile mit einer Schnur Fische fangen. Sie fangen sie aber nicht nur, sondern töten sie mit Schlägen und Tritten und nehmen sie mit bloßer Hand aus. Der Zuschauer darf das Spektakel mit wechselnden Nahaufnahmen der Gesichter, der Hände und der Fische mitverfolgen. Manche wenden bei dem blutigen Anblick ihr Gesicht von der Leinwand ab. Der Übergang von der stillen Idylle der ersten Sekunden hin zu dieser Brutalität kommt unerwartet, bereitet einen aber schon darauf vor, dass dies ein Film ist, der genau von solchen Kontrasten lebt: laut – leise, Sanftheit – Gewalt, enge Dorfgemeinschaft – weite Landschaft, Heterosexualität – Homosexualität… Die Liste ist lang.

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Interning in Reykjavík: fun and free

Island hat nicht nur beeindruckende Landschaften und leidenschaftliche Fußballfans, sondern auch in Sachen Kultur einiges zu bieten. Anni aus Finnland entdeckte schon während ihres einjährigen Studienaufenthalts vor ein paar Jahren ihre Liebe zu Island. Jetzt ist sie für ein Praktikum nach Reykjavík zurückgekehrt und berichtet uns von ihrer Arbeit beim Reykjavík International Film Festival im Herbst, gibt Ratschläge darüber, wie Pläne für ein Praktikum auf Island am besten in die Tat umgesetzt werden können, und schwärmt ganz nebenbei von der sommerlichen Lebhaftigkeit, die wohl nicht erst seit der Fußball-EM um sich greift:

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Während der EM mit dem Jeep durch Island

Weird Girls

“There is a wonderful characteristic in the Icelandic mentality – fearlessness, with an addiction to risk-taking to the point of being foolhardy. I’m not sure the stock market is the right place for these characteristics. In music making, storytelling and creative thought, this risk-taking is a great thing.“ – Björk

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