Tag - Grönland

8. Türchen

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Die meisten Menschen haben wohl zumindest eine Ahnung davon, wie Weihnachten in Schweden, Finnland, Norwegen und Dänemark gefeiert wird. Was aber wisst ihr über grönländische Weihnachtstraditionen? Wenn ihr ehrlich seid, dann wisst ihr vermutlich ebenso wenig wie wir bisher. Das wollen wir ändern! Hier sind ein paar interessante Fakten über die grönländische Weihnachtszeit:

Wusstet ihr, dass…

 … man in Grönland zwar auch Tannenbäume in der Weihnachtszeit aufstellt, diese aber z.B. aus Dänemark importiert werden müssen, weil so weit im Norden keine Bäume mehr wachsen?
… Familien, die keine importierte Tanne verwenden, manchmal einen Baum aus Treibholz bauen?
… man die Tannenbäume traditionell am 23.12. schmückt?
… Frohe Weihnachten auf Grönländisch ‚Juullimi Pilluarit‘ heißt?
… die meisten ihre Tracht anziehen, wenn sie an Weihnachten in die Kirche gehen?
… man in Grönland davon überzeugt ist, dass der Weihnachtsmann in Spraglebugten nahe der Stadt Uummanna wohnt?
… der Weihnachtsmann dort auf einem Schlitten kommt, der von Hunden gezogen wird?
… man am 24.12. mit den Feierlichkeiten beginnt, indem man um den Weihnachtsbaum tanzt?
… die Männer an Heiligabend den Frauen das Essen servieren und ihnen Kaffee kochen?
… man die Weihnachtsdekorationen traditionell am 6. Januar wieder entfernt?

Ein Blick nach Nuuk

Der aus der Fußball-EM resultierende Medienhype mit seinen Nachrichten über Island als Insel der rothaarigen Wikinger, Feen und anderer Kuriositäten wird allmählich langweilig. Und doch wird spätestens seit der Europameisterschaft genauer nach Island geschaut. Von Island aus rutschen wir mit dem Zeigefinger auf der Landkarte eine Insel weiter nordwestwärts: nach Grönland. Interessanterweise werfen auch die Grönländer vermehrt Blicke nach Island, und das nicht nur während der Fußballeuropameisterschaft. Um ein wenig mehr über das weitgehend unbekannte Land mit seiner wunderschönen Natur und seiner komplexen Kolonialgeschichte zu erfahren, haben wir Ebbe Volquardsen, ehemals wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neuere Skandinavische Literaturen am Institut für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifswald, kontaktiert. Ebbe hat Greifswald zu Beginn des Jahres verlassen und arbeitet seit Februar als Assistant Professor für Kulturgeschichte an Ilisimatusarfik, der Universität Grönlands in Nuuk. Im Skype-Gespräch berichtet er von seiner neuen Heimat mit interessanten Informationen über Stadt und Land, Politik und Kultur und seinem wissenschaftlichen Fachgebiet, der Rolle, die Kolonialgeschichte und Identitätsfragen für die grönländische Gesellschaft spielen.

Nuuk

Strand und Kolonihavn in Nuuk

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Grönlandabend beim Nordischen Klang

Am 09. Mai um 16:49, 101 Minuten, bevor der dänisch-norwegische Autor Kim Leine in Greifswald lesen und über seinen Roman „Ewigkeitsfjord“ („Profeterne i Evighedsfjorden“) sprechen sollte, erhielt er prominente Unterstützung aus seiner Heimat: Der Schauspieler Nikolaj Coster Waldau, bekannt als Jaime Lennister aus Game of Thrones, empfahl in einem kurzen Video-Interview auf der Seite des Dänischen Rundfunks das Werk seines Lieblingsautors. Perfektes Timing: Denn Kim Leines naturalistisches Erzählen, angelehnt an die Größen des neunzehnten Jahrhunderts (Tolstoi, Zola, Flaubert), hat, und das wohl ganz unfreiwillig, einiges von einer horizontal erzählten Fernsehserie.

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