Tag - Greifswald

Finnisches Gebäck für den vierten Advent

Pikkupulla aus Finnland.
(Bild ist von myllynparas.fi)

Morgen ist der vierte Advent und übermorgen Weihnachten. Falls ihr euch noch Gedanken darüber macht, was es zum Kaffee am Nachmittag geben soll, möchten wir noch ein weiteres Rezept vorstellen. Das heutige Rezept kommt aus Finnland und trägt den Namen „Pulla“. Es ist ein Hefegebäck, von dem es viele unterschiedliche Varianten gibt. Die klassische Versionen sind die kleinen Pulla ( Pikkupulla), die vor dem Backen mit Ei und Hagelzucker bestrichen werden. Eine zweite Variante sind die Laskiaspulla. Sie werden zum Laskiasfest 40 Tage vor Ostern zubereitet und mit Mamelade und Sahne gegessen. Eine weitere sehr beliebte Art, Pulla zu backen, sind die Voisilmäpulla ( Butteraugenpulla). Vor dem Backen wird ein Loch in die Mitte gedrückt und anschließend mit Butter und Vanillezucker gefüllt.

Dieses Rezept ist für einen ganz normalen Grundteig, der aber natürlich abgewandelt werden kann. Die Finnen messen ihre Zutaten meistens in Dezilitern ab.

Dazu benötigt man:

5 dl Milch  / 50 g Hefe / 1-2 Tl Salz / 1-2 dl Zucker / 1 Tl Kardamom / 1-2 Eier / ca. 1kg Mehl / 100-200g Butter oder Margarine

Die Milch in einem Topf erwärmen, in eine Schüssel geben und die Hefe darin auflösen. Salz, Zucker, Kardamom und das Ei hinzugeben und verrühren. Anschließend das Mehl nach und nach unterheben bis ein Teig entstanden ist, der nicht mehr klebt. Den Teig an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat. Aus dem Teig kleine Brötchen formen, diese mit Ei und Hagelzucker bestreichen und bei 225 Grad für 10 bis 15 Minuten backen.

Die Pulla können abgewandelt werden, indem man sie nach dem Backen aufschneidet und mit Marmelade und Sprühsahne bestreicht. Oder man macht vor dem Backen eine kleine Kuhle in die Pulla und füllt sie mit Butter und Vanillezucker. Aus Pullateig kann man außerdem Zimtschnecken machen. Dazu den Teig nach dem Gehen flach ausrollen, mit einer Mischung aus Butter, Zimt und Zucker bestreichen, aufrollen, kleine Stücke abschneiden und diese mit dem Finger eindrücken.

Guten Appetit!

( Das Rezept ist von myllynparas.fi )

Wir feiern Lucia!

Euer Balitic Cultures Adventskalender – Türchen 18

„Så mörk er natten i midvintertid, men se då nalkas Lucia!“ – „So dunkel ist die Nacht zu Mittwinter, aber seht – dort kommt Lucia!“ So lautet der Text eines der bekanntesten schwedischen Lucia-Lieder, das traditionell zu diesem Festtag gesungen wird. Auch im Institut für Fennistik und Skandinavistik haben wir gefeiert, mit allem was dazugehört!

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Thomas Thorild (1759-1808) – Bahnbrechender Literaturkritiker und radikaler Freidenker

Thoams Thorild im Svenska Familj-Journal

Euer Balitic Cultures Adventskalender – Türchen 17

Als im Mai 1618 der Dreißigjährige Krieg, ein Religionskrieg, in dem Katholiken und Protestanten um die Vorherrschaft ihres Glaubens gegeneinander kämpften, in Prag entbrannte, sollte es nicht mehr lange dauern bis sich dieser auf viele Kriegsherde in ganz Europa ausweitete und der Krieg zum Kräftemessen der europäischen Großmächte ausartete. Besonders Vorpommern blieb damals nicht verschont und wurde zum Schauplatz von Kämpfen, Brandschatzungen und strengen Lebensmittelrationierungen, die schätzungsweise ungefähr zwei Drittel der Bevölkerung dahinrafften. Dreißig Jahre nach Ausbruch des Krieges einigte man sich schließlich im Jahr 1648 darauf, die Waffen niederzulegen und man erklärte den Krieg für beendet. In Folge dessen wurde dem Schwedischen Reich unter anderem die Region Vorpommern mit Stettin, Stralsund und Rügen zugesprochen, welche fortan in weiten Teilen bis 1815 unter dem Namen Svenska Pommern unter schwedischer Herrschaft stehen sollte. In dieser Zeit von mehr als 150 Jahren haben in Svenska Pommern einige wichtige und für die schwedische Geschichte einflussreiche Persönlichkeiten gelebt und gewirkt, von denen wir im Adventskalender nun drei vorstellen wollen. Der letzte Teil unserer Reihe gibt Einblick in das Leben des schwedischen Philosophen, Schriftstellers und Literaturkritikers Thomas Thorild, der seine letzten Lebensjahre im Exil in Greifswald verbrachte und an der Universität als Bibliothekar und Professor tätig war.

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Karelische Piroggen aus Finnland zum zweiten Advent

    Pünktlich zum zweiten Advent haben wir ein weiteres Rezept vorbereitet. Wir wollen euch heute Karelische Piroggen (Karjalan Piirakka) vorstellen. Dieses Gebäck kommt aus dem Osten Finnlands und wird dort in jedem Café angeboten oder einfach zwischendurch gegessen. Mittlerweile sind sie in ganz Finnland verbreitet. Sie bestehen aus einem Roggenteig, der mit einer Art Milchreis gefüllt wird. Im Anschluss isst man sie mit einer Eibutter, Käse, Wurst oder Lachs.

Karjalan Piirakka aus einem finnischen Café.
Foto: Katharina Hemmer

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