Tag - Finnland

1,2,3 – yksi kaksi kolme – Roman Schatz in Greifswald

Ei kaksi kolmannetta oder auf deutsch aller guten Dinge sind drei dachte sich wohl auch der Autor der Gebrauchsanweisung für Finnland, als er zum Nordischen Klang nach Greifswald reiste. Beim Festival wurde in der ganzen Stadt mit verschiedenen Veranstaltungen die Schönheit der nordischen Länder gefeiert und wir alle hatten gleich drei mal die Möglichkeit zum Zuhören, Zusehen, Mitlachen, Schmunzeln, Neues-Erfahren und von-Finnland-Träumen mit Roman Schatz.

Roman Schatz folgte 1986 dem Ruf der Liebe aus Berlin nach Helsinki, wo er seit dem lebt und arbeitet. Als Moderator, Regisseur, Autor und Produzent ist er bei Land und Leuten bekannt wie ein bunter Hund. Und – dass er die Finnen und “sein” Finnland liebt, das ist nicht zu übersehen.

“In Finnland ist es höflich die Klappe zu halten”
(Roman Schatz im Interview auf 98eins)

Am Dienstag, den 5. Mai war Roman Schatz in der Talksendung “Nacht am Meer” des Greifswalder Bürgerradio 98eins zu Besuch und plauderte mit Moderatorin Sophia über die Geschichte des Landes und seine Beziehungen zu den Deutschen, warum die Finnen gar nicht so kalt und rau sind, wie sie auf viele den Eindruck machen und warum in Finnland die Frau das Zepter in der Hand hält und den Haushalt regiert.

Nachhören kann man das ganze interessante und witzige Gespräch in der Mediathek von 98eins.

“Ein Volk, das als wortkarg und dauermelancholisch gilt – in einem Land, das zu 70% aus Wald besteht. Eine Sprache, die neben »Honigpfote« noch elf Wörter für »Bär« kennt, aber keins für »bitte«.” (Quelle: www.piper.de)

In seinem Roman Gebrauchsanweisung für Finnland aus der Buchreihe des Piper-Verlags, kann man Roman Schatz auf 240 Seiten in “sein” Finnland folgen, sich von Geschichten und Anekdoten mit dem Reisefieber infizieren lassen und nebenbei so allerhand über Geschichte und Eigenarten des schönen Landes erfahre. Am Mittwoch, den 6. Mai bereicherte Roman Schatz den Nordischen Klang mit einer Autorenlesung.

Und weil aller guten Dinge nun mal (nicht nur im finnischen) tatsächlich drei sind, gab es auch am Donnerstag noch einmal die Gelegenheit gemeinsam mit ‘Finnlands bekanntestem Deutschen’ von Finnland zu träumen, und im Vortrag “Oikein väärin ymmärretty – Der finnische Kulturschock” noch mehr über die finnische Kultur, und ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit uns Deutschen zu erfahren. Ich jedenfalls würde nun am liebsten sofort eine Reisetasche packen, mein Rentier satteln und los reiten um das schöne Finnland selbst zu entdecken. Ihr auch?

(Autorin: Sarina Jasch)

Sehenswerte „Tricks“ aus Tampere

Die ersten Tage des Jahres 2015 sind vorbei, und wahrscheinlich habt ihr so langsam die Nase voll von all den Werbeprospekten von Fitnessstudios, die euch dazu bringen wollen, aus Frust über die vermeintlichen „Weihnachtskilos“ schnell einen Vertrag bei ihnen abzuschließen. Oder ihr gehört zu denjenigen, die die Prospekte wirklich interessiert studieren. Vielleicht müssen keine Kilos weg, aber der Rücken tut ja immer weh vom Am-Schreibtisch-Lungern, und vielleicht kann man dann auch mal besser den Kopf freikriegen wegen der Deadline… ach, ihr wisst schon, Geisteswissenschaftler-Probleme. Also, falls ihr gerne noch ein wenig Motivation hättet, euch für den Hochschulsport einzuschreiben oder einfach mal wieder die Laufschuhe zu schnüren, hier kommt sie: Denn wer würde nicht gern ansatzweise solche Dinge mit seinem Körper anstellen können wie die Jungs von „Unito“? Read More

Helene Schjerfbeck als moderne Künstlerin.

Helene Schjerfbeck

Porträt 1890

„Ich mag Grau, das ist genau wie ich meist gemalt habe. Weiß, Grau, Schwarz und nun kürzlich habe ich versucht Farbe hinzuzufügen.“
Helene Schjerfbeck, Juli 1914

Im Jahre 1880 erhält die Finnin ein Stipendium in Paris für ein Studium an einer privaten Kunstschule. Staatliche Kunstschulen waren Frauen bis dahin nicht zugänglich. Schjerfbeck überzeugt mit Frauenbildern, Männerakten, zahlreichen Selbstporträts, auch mit ihrem Gemälde „Verwundeter Krieger im Schnee“ von 1880, obwohl historische Malerei zu der Zeit eine Männerdomäne darstellt. Ihr Malstil verändert sich während ihrer langen Schaffensperiode bis zu ihrem Tod im Jahre 1946, von einem realistischen zu einem expressionistischen.

Ihre Werke werden bis zum 11. Januar 2015 in der Frankfurter Schirn Kunsthalle zu sehen sein und Einleitendes sowie Bildmaterial wird hier präsentiert.

Am Ende ihrer Lebenszeit malt sich die Greisin in einer umfangreichen Serie von Bildern, die immer karger werden. Mund und Nase verrutschen, die Augenhöhlen werden größer und leerer. Eine stets moderne Künstlerin im natürlichen Wandel der Zeiten und Alter.

Kunst, Kultur& skandinavische Sprachen. Filme aus dem Norden!

Obwohl wir die Nordischen Filmtage in Lübeck bereits vor einigen Wochen besucht haben, wirken Geschichten, Filmtitel, Figurennamen und besondere Situationskomik der Retrospektivfilme unter dem Leitthema Komik weiter nach. Ein Erfahrungsbericht mit der Überschrift „Von Lachmuskeln& plattgesessenen Hintern. Die Nordischen Filmtage 2014 in Lübeck.“, wird nur allzu gut vorstellbar. Darüber hinaus liefern die Filmtage unzählige Hinweise auf weitere Spiel-, Dokumentar-, Stumm- oder Kurzfilme. Welche Filme interessieren? Mit welchem Film sollte man beginnen?

Ausufernder Filmkatalog der Filmtage Lübeck.

Ausufernder Filmkatalog der Filmtage Lübeck.

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Finnisch färbt ab

Repovesi Nationalpark in Finland (Quelle: Wikimedia Commons)

Repovesi Nationalpark in Finland (Quelle: Wikimedia Commons)

Nach dem Ursprung ihrer Finnlandbegeisterung befragt, antworten Finnlandfreunde egal welchen Alters immer wieder, Finnland habe sie schon nach einer ersten intensiven Begegnung nie wieder losgelassen. Oftmals heißt es dann metaphorisch, man sei vom „Finnlandvirus infiziert worden“. Dass eine Begegnung mit Finnland hartnäckige Spuren im Gemüt hinterlassen kann, ist also wohlbekannt. Wie sieht es aber mit der Sprache aus? Hinterlässt das angeblich so anders- artige Finnische Spuren in der Sprache deutscher Muttersprachler, wenn sie sich z.B. über Jahre hinweg in Finnland aufgehalten haben und partiell zweisprachig geworden sind? Read More