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The Girl King

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Der finnische Film The Girl King aus dem Jahr 2014 von Mika Kaurismäki erzählt die Geschichte der Königin Kristina von Schweden. Diese wurde 1632 im Alter von sechs Jahren zur Nachfolgerin ihres gefallenen Vaters, Gustav II. Adolf, ernannt. Auf den Wunsch ihres Vaters wird Kristina wie ein Prinz erzogen. Dafür muss sie ihre Mutter verlassen, die mit der Situation überfordert zu sein scheint. Sie interessiert sich sehr für Philosophie, Kunst und Geschichte und lädt den französischen Philosophen Rene Desartes nach langem Briefwechsel zu sich auf den Hof ein, um von ihm zu lernen. Ihre Ziele sind Frieden mit den Katholiken zu schließen und dem schwedischen Volk Zugang zu höherer Bildung zu ermöglichen. Ihre Zuneigung zu ihrer Kammerzofe Ebba Sparre bleibt am Hof kein Geheimnis. Doch einen Mann heiraten will Kristina auf das Drängen ihrer Minister nicht. Um ihrem Volk einen männlichen Nachfolger zu präsentieren, adoptiert Kristina ihren Cousin Karl Gustav und dankt daraufhin im Jahr 1654 ab. Ihr restliches Leben verbringt die einstige Königin des protestantischen Schweden als Katholikin in Rom.

Kristina von schweden

The Girl King hat bisher schon viel positives Feedback bekommen. Auf dem Montreal World Film Festival gewann der Film dieses Jahr den Publikumspreis und die Hauptdarstellerin Malin Buska den Preis als Beste Schauspielerin. Über diesen Film lässt sich nur Gutes sagen. Gedreht wurde hauptsächlich in Turku, da die Burg und der Dom sich hervorragend als mittelalterliche Kulisse eigneten. Auch die aufwändigen Kostüme und Requisiten sind sehr gut ausgewählt. Es ist zwar ein Spielfilm, aber die historischen Fakten kommen dabei nicht zu kurz. So ist es für Zuschauer, die nur sehr wenig über die schwedische Geschichte wissen, leicht, der Handlung zu folgen. Als überwiegende Sprache wurde das Englische verwendet. In manchen Szenen wird auch Deutsch, Französisch und Latein gesprochen. Der Film fesselt durch anregende Musik und die in den Szenen aufkommenden starken Gefühle und unvorhersehbaren Wendungen.

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(Autorin: Anja Hornig)

Friedhof der Träume

Thomas schreibt über einen weiteren Film der Nordischen Filmtage, der über Weltkriegsgeschichte berichtet:

Die dänische Westküste im Mai. Weißer Sandstrand, wunderschöne Dünenlandschaften. Die Sonne wirft ihre schon wärmenden Strahlen auf das beeindruckende Panorama. Perfekter Spielplatz für eine romantische Komödie oder einen seichten Liebesfilm. Heute zumindest. Im Jahre 1945 hätte kein Filmschaffender auch nur einen Fuß in dieses Paradies gesetzt, kein Anwohner hätte seine Kinder ruhigen Gewissens im warmen Sand spielen lassen, denn strandauf strandab lauerte der Tod.
Die Antworten auf die Frage, wieso Urlauber heute wieder ihren unbeschwerten Strandurlaub genießen können, liefert das 2015 erschienene Drama „Unter dem Sand“ (dän.: „Under sandet“; engl.: „Land of Mine“) von Regisseur und Drehbuchschreiber Martin Pieter Zandvliet.

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Ein Student sitzt im Kino und denkt über den Film nach // Opiskelija elokuvissa istui, leffaa pohtien

(Alempana artikkeli suomeksi.)

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Erstes Bild: Ein Museumsraum, fahl und trist und bis auf wenige Vitrinen leer. Eine spärliche Anzahl von Besuchern schaut sich darin um. Insgesamt ein sehr trostloser Anblick. Ich denke darüber nach, ob das schon zum Film gehört oder vielleicht doch noch Werbung ist (wofür aber?). Meine Hoffnungen werden enttäuscht. Der Titel wird eingeblendet und mir ist klar: Der Film hat begonnen. Vielleicht wird er ja noch etwas farbenfroher, denke ich. Und tatsächlich: Ein Krabbensandwich und ein grellrotes Kleid sollen noch das Auge erfreuen. Die Trägerin des Kleides wiegt ihr Baby im Kinderwagen und offenbar über ihnen gurrt fröhlich eine Taube, der der Film wohl seinen Namen zu verdanken hat. Für mich eine hoffnungsvolle Szene und der nahezu einzige Lichtblick in diesem hervorragenden, aber etwas sehr trübseligen Film.

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Heute schon ge-mooc-t?

Manchmal ist die Uni nicht genug. Die wirklich interessanten Seminare werden für den eigenen Studiengang gar nicht erst angeboten, die Lehre ist gewöhnungsbedürftig, oder Thema und Seminar sind zwar perfekt – doch der Stundenplan macht einem einen dicken Strich durch die Rechnung. Für diese Fälle gibt es die so genannten MOOCs (Massive open online courses). graduate-150374_1280

Das sind Online-Seminare, die auf vielfältige Art und Weise Wissen vermitteln, und das durchaus auf universitärem Niveau. Je nach Kurs gibt es aufgezeichnete Vorlesungen, Seminartexte, Visualisierungen, Übungen usw. Oftmals gibt es die Möglichkeit, gegen eine Gebühr und mit Identitätsprüfung persönliche Zertifikate oder manchmal sogar Credit Points zu erwerben. Der wöchentliche Aufwand ist unterschiedlich – das kann eine Stunde sein, es gibt aber auch Kurse, die locker 8-10 Stunden in Anspruch nehmen! Read More