Tag - Fennistik

Das typisch finnische Märchen

1155__suomen_kansan3649Schöne, alte Märchenbücher, wahre Märchenschätze: Nach wie vor entführen sie Kinder wie Erwachse in eine Phantasiewelt, in der alles möglich scheint. Unverändert bieten sie Stoff zum Lachen und zum Weinen, lassen den Leser mit dem in eine missliche Lage geratenen Helden sympathisieren, unterhalten mit romantischen Liebesgeschichten, span-nenden Abenteuerreisen oder wunder-samen Begebenheiten. Jedoch dienen Märchen nicht der bloßen Unterhaltung. Der Märchenschatz ist ein wichtiger Teil des Kulturerbes eines jeden Landes, er spiegelt seine Geschichte und Kultur wieder. Auch in Finnland sind die Volksmärchen neben dem Kalevala untrennbar mit dem Begriff des Nationalen verbunden. Aber was ist ein typisch finnisches Märchen und was wird als typisch finnisches Märchen in Finnland selbst und z.B. in Deutschland angesehen?

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Die Kategorie „Bandname“ – die große Unbekannte innerhalb der Namenforschung

Ergebisse der Bachelor-Arbeit Von Aalto ˈWelleˈ bis Öiset Kulkijat ˈNächtliche Wandererˈ– Eine korpusgestütze linguistische Analyse finnischer Bandnamen von Sabrina L.V. Scholz 

Finnische BandnamenTrotzdem Musik allgegenwärtig und als kulturelles Phänomen weltweit bedeutsam ist, kommt der Beschäftigung mit Bandnamen in der Forschung erstaunlicherweise kaum Beachtung zu. Dabei finden immer neue Namens-schöpfungen Eingang in den Bandnamenkanon und vermögen dabei äußerst verschiedenartige Formen annehmen. Für meine Bachelor-Arbeit an der Universität Greifswald haben mich eben jene Formen interessiert. Qualitativ wie quantitativ galt es mithilfe der Internetdatenbank Suuri Suomalainen Bändirekisteri neben der Frage nach typischen Quellsprachen finnischer Bandnamen auch zu klären, wie bei der Bandnamenschöpfung generell mit Sprache umgegangen wird. Wird mit ihr gespielt, wird sie modifiziert oder finden sich überwiegend gängige Begriffe wieder? Lässt sich feststellen, ob kurze und somit leichter einprägsame Namen dominieren oder aber ein Hang zu ausschweifenden, mehrteiligen Namen deutlich wird? Warum dies von Belang ist, liegt in der Vielzahl an Funktionen begründet, die ein Bandname zu erfüllen hat. Denn über die generelle Identifikation einer bestimmten Gruppe und deren Abgrenzung zu den übrigen Akteuren auf dem Markt hinaus werden die Namen markenähnlich verwendet: CDs, Konzerte, Merchandise-Artikel, überall taucht der Name zu Verkaufszwecken auf. Daher sollte er ansprechend und eingängig sein. Ist er zudem kurz und prägnant und folgt der konventionellen Schreibweise, so kommt dies neben der Erinnerbarkeit auch seiner Verwendbarkeit in schriftlichem, mündlichem sowie audiovisuellem Kontext zugute. Komplexere Namen dagegen, die womöglich zudem ungewöhnlichen Sprachmustern folgen und aufgrund ihres Erklärungsbedarfs Schwierigkeiten bei der Aussprache oder dem Verständnis verursachen, setzen sich weniger leicht im Gedächtnis fest. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass die jene Namen in Kommunikationssituationen vermieden werden, um sie nicht fehlerhaft wiederzugeben. Letzten Endes wäre also ein kurzer, wohlklingender, graphisch attraktiv in Szene setzbarer Name ideal, der vielleicht sogar etwas über die Musik verrät und mit dem sich der potentielle Hörer gern identifiziert.

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