Tag - Fennistik

Finnischlektorin Jutta Salminen

Jutta Salminen. Foto: K. Mieglich

In unserer Vorstellungsreihe über die Mitarbeitenden des Instituts für Fennistik und Skandinavistik stellen wir heute die Finnischlektorin Jutta Salminen vor, die jetzt schon fast zwei Jahre in Greifswald lebt. Auf dem Bild sieht man sie neben einer der Birken hinter der Bereichsbibliothek, einem Nationalsymbol Finnlands, das sie – wie sie mir verraten hat – sehr passend und inspirierend für diese Aufnahme fand.

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Viele kleine Schritte zur perfekten Übersetzung

Ein Workshop für Übersetzer*innen der Neuen Nordischen Novellen VI

Ein naheliegendes Berufsfeld für Studierende von Fremdsprachen ist das Übersetzen. Um in diesem Bereich Erfahrungen zu sammeln, bietet sich das studentische Projekt Neue Nordische Novellen, das in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal stattfindet, an. So übersetzen Studierende der baltischen, fennistischen, skandinavistischen und slawischen Philologien Kurzgeschichten aus ihrem Schwerpunktland und beschäftigen sich gleichzeitig mit der zeitgenössischen Literatur.

Freitagnachmittag versammeln sich rund zwanzig Studierende und Mitarbeitende in Raum 1 des Instituts für Fennistik und Skandinavistik. Claudia Nierste und Mareen Patzelt, die die Leitung des diesjährigen Übersetzungsprojekts übernommen haben, haben die teilnehmenden Übersetzer*innen zu einem Workshop und einer Fragerunde eingeladen. Es ist das dritte Treffen zur diesjährigen Ausgabe, aber das erste Arbeitstreffen, waren die beiden vorangegangenen doch ausschließlich zur Information und Planung. Read More

Helsinki von unten

 14. Zurück unter der Erde. Ein Streifzug durch die neuen Tiefen Helsinkis.

Mumins, Saunen und Seen, Salmiakki, Lordi und Rentiere. In der allgemeinen Wahrnehmung vieler Reisehungriger stehen diese Begriffe exemplarisch für Finnland. Das Land der tausend Seen erlebte in den letzten Jahren einen anhaltenden Tourismusboom – eine regelrecht lodernde Finnomanie – insbesondere aus Deutschland. Dabei steht insbesondere die Landeshauptstadt Helsinki bei den Touristen hoch im Kurs. „Helsinki, die schöne Tochter der Ostsee“ betitelt etwa der Reiseführerverlag Marco Polo die finnische Hauptstadt, die im Jahre 2015 mit 3,5 Millionen Übernachtungen ihren damaligen touristischen Rekord noch übertrumpfen konnte, Tagestouristen aus Tallinn nicht mitgerechnet.

Wer schon das Vergnügen hatte, Helsinki besuchen zu dürfen, weiß, dass ein deutlicher Vorteil der Stadt in ihren verhältnismäßig kurzen Wegen liegt. „Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten erreichen Sie bequem zu Fuß oder mit der Straßenbahn 3T – das heiß geliebte und gut gepflegte Kulturgut der Stadt.“ (Marco Polo) In den gemütlichen Straßenbahnwagons durch die Altstadt zu tuckern, einen Bus in die Vororte zu nehmen und mit der städtischen Fähre zur Festungsinsel Suomenlinna zu gelangen – dies sind angenehme und vertraute Perspektiven Helsinkis. Nur selten findet hingegen die U-Bahn ihren Weg auf das touristische Tagesprogramm. Das sollte sich ändern, denn auch eine unterirdische Tour in den orangenen Wagons der Helsinkier Metro besitzt einen nicht zu unterschätzenden Charme.

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Fennistik-Praktikantin Jonna Laine

11. Dezember: Die Mitarbeitenden des Instituts für Fennistik und Skandinavistik stellen sich vor

Hallo an alle Weihnachtswichtel und an die, die noch am Wichtelwerden arbeiten! Heute wollen wir euch einen Wichtel unseres Instituts vorstellen – eine helfende Hand, für die wir sehr dankbar sind. Es geht um die Praktikantenstelle der Fennistik, die dieses Semester von Jonna Laine aus Helsinki besetzt wird.

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Bis zum letzten Tropfen

Emmi Itäranta: Der Geschmack von Wasser

„Das Wasser geht mit dem Mond und umarmt die Erde,
und es hat keine Angst, im Feuer zu sterben oder in der Luft zu leben.“

Noria wächst als Tochter eines angesehenen Teemeisters in einem kleinen Dorf in der Skandinavischen Union auf. Ihre Familie ist wohlhabend, doch nie hat sich die 17-jährige großartig Gedanken darüber gemacht, wie sehr sich ihr Alltag von dem der anderen Dorfbewohner unterscheidet. Den Grund für ihr verhältnismäßig sorgenfreies Leben soll sie jedoch schon bald erfahren.

Da Noria zukünftig in die Fußstapfen des Meisters treten und selbst die traditionellen Teezeremonien durchführen wird, weiht ihr Vater sie in sein größtes Geheimnis ein. Er nimmt sie mit zu einem „Ort, den es nicht gibt“, der für Noria jedoch schon bald verhängnisvolle Folgen mit sich bringt. Die versteckte Quelle im Fjell sichert ihr das Überleben in einer Zeit, in der Wasser knapp ist und man mit den zugeteilten Rationen auskommen muss. Gleichzeitig setzt Noria mit ihrem Schweigen ihr Leben aufs Spiel. Dass die Militärregierung seit einiger Zeit mit drastischen Maßnahmen gegen „Wasserverbrecher“ vorgeht, ist bekannt. Niemand weiß jedoch, was tatsächlich mit den ’schwarzen Schafen‘ geschieht. Um die mit leuchtend blauen Kreisen gebrandmarkten Häuser macht man lieber einen Umweg. Read More