Tag - Färöer

Asphaltfäröer

Es gibt einige Geschichten, die das Verhältnis der Dänen und Färinger thematisieren und gelegentlich Klischees auf die Spitze treiben. Als Asphaltfäröer werden, etwas spöttisch, nach Kopenhagen ausgewanderte Färinger bezeichnet, die der schroffen Heimatinsel im Atlantik wieder einen Besuch abstatten.

Rannvá und Barba

Der Film „Bye Bye Bluebird“ aus dem Jahre 1999 der Regisseurin Katrin Ottarsdóttir erzählt von solchen Asphaltfäringern und gilt als erstes färöisches Road Movie, was zunächst dazu verleitet, zu fragen, wie man bei einem so spärlichen Straßennetz überhaupt darauf kommt, ein Road Movie zu drehen.

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Kunst, Kultur& skandinavische Sprachen. Filme aus dem Norden!

Obwohl wir die Nordischen Filmtage in Lübeck bereits vor einigen Wochen besucht haben, wirken Geschichten, Filmtitel, Figurennamen und besondere Situationskomik der Retrospektivfilme unter dem Leitthema Komik weiter nach. Ein Erfahrungsbericht mit der Überschrift „Von Lachmuskeln& plattgesessenen Hintern. Die Nordischen Filmtage 2014 in Lübeck.“, wird nur allzu gut vorstellbar. Darüber hinaus liefern die Filmtage unzählige Hinweise auf weitere Spiel-, Dokumentar-, Stumm- oder Kurzfilme. Welche Filme interessieren? Mit welchem Film sollte man beginnen?

Ausufernder Filmkatalog der Filmtage Lübeck.

Ausufernder Filmkatalog der Filmtage Lübeck.

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Zu Lebzeiten Nólsoyar Pálls. Vom färöischen Nationalhelden und Austernfischer im Fuglakvæði!

„Ingen Færing har bedre end Poul Nolsø kendt og forstaaet sit Lands Fugleverden, og ingen har bedre end han forstaaet at udnytte denne sin Kendskab.“ Jakobsen, 1891

In Verbindung mit dichterischem Geschick und Interesse für das gesellschaftliche Leben seiner Zeit ist der Färinger Nólsoyar Páll einer der wichtigsten färöischen Persönlichkeiten und Literaten. Seine Ballade Fuglakvæði, das Vogellied, ist eines seiner bedeutendsten Werke. Es ist wider Erwartung nicht nur eine Aneinanderreihung von Vogelnamen aller Art, sondern eine metaphorische Verbindung der Vogellandschaft des Landes mit seinerseits gesellschaftlich zu kritisierenden Verhältnissen.
Die Ballade entstammt der älteren färöischen Literatur, in der es einen ungewöhnlich reichhaltigen Schatz an sogenannter Volksliteratur, unter der die Volksballaden, die kvæði, einen herausragenden Platz einnehmen, gibt. Eine besondere Art der Ballade sind die tættir, zu denen auch das Fuglakvæði gehört. Ein táttur, ein Spottgedicht, ist eine satirische Ballade, die entweder über eine bestimmte politische Situation oder über etwas Persönliches verfasst wird In persönlichen Belangen konnten diese Gedichte recht verletzend sein. Es ist überliefert, dass Männer, bei unrechtmäßigem Verhalten, einen tátt erhielten, die Ballade bei einem traditionellen Ringtanz laut vorgesungen und die „Opfer“ ihrem Spott ausgeliefert wurden, was dem Publikum eine Menge Unterhaltung bot. Infolge der politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeit der Färöer von Dänemark entstanden satirische Balladen insbesondere im 18. und 19. Jahrhundert. „ […] when the question of national identity and the relation between Denmark and Faroe Islands has been to the fore, the composition of satirical ballads has flourished. This type of ballad has been eminently suited to the general debate on this sensitive matter.” (Blak 1996: 39)

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