Tag - Dänemark

19. Türchen

Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester bezeichnen wir Deutschen etwas umständlich mit der Redewendung „Zwischen den Jahren. Die Festlandskandinavier haben für diesen Zeitraum aber ganz eigene Wörter. Die Schweden halten es ähnlich wie die Deutschen und nennen diese Tage schlicht und einfach mellandagarna (dt. die Zwischentage). Die Norweger verwenden ein Kompositum, das sich aus den norwegischen Wörtern für Raum und Weihnacht zusammensetzt: romjul. Früher galt der Begriff sogar auch noch für die erste Januarwoche und der 6. Januar, der Dreikönigstag, markierte das Ende des Romjuls. Der in Dänemark verwendete Begriff juletylvten (dt. Weihnachtszwölf) erinnert hingegen stark an das Englische Twelve days of christmas und in beiden Fällen gilt der 6. Januar auch heute noch als das Ende der Weihnachtszeit.

Trotz der unterschiedlichen Namen wird in allen Ländern die Zeit zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr ähnlich verbracht: Weihnachtsbesuche, die man an den Weihnachtstagen nicht geschafft hat, Spaziergänge, Reflektieren über das vergangene Jahr, Pläneschmieden für das neue Jahr, Schnäppchenjagd bei Weihnachtsausverkäufen oder einfach nur Entspannen.

14. Türchen

Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern

Hans-Christian Andersen ist heute weltweit als berühmtester Schriftsteller Dänemarks bekannt. Seine Märchen und Gedichte nehmen heute noch große und kleine Leser mit auf die Reise in fantasievolle Welten, bringen sie zum Schmunzeln und berühren ihr Herz. Eine besonders bewegende Geschichte des Märchenonkels Andersen, die er während eines Aufenthalts in Flensburg schrieb, ist „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ – vor allem in der kalten Jahreszeit, in der wir uns und andere in der Vorfreude auf Weihnachten mit Nächstenliebe wärmen wollen. Die Geschichte gibt es hier als Hörbuch oder zum Selberlesen.

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Der Tag wird kommen | Der kommer en dag

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Foto: dfi.dk

Wir befinden uns im Jahr 1967 und circa 60 km von Kopenhagen entfernt. John F. Kennedy verspricht an diesem Tag in einer Rede, dass man kurz davor sei, auf dem Mond zu landen. Zwei kleine Jungen sitzen auf der Rückbank eines Autos: Elmer (Harald Kaiser Hermann) und Erik (Albert Rudbeck Linhardt). Sie sind 10 und 13 Jahre alt und der Erzähler lässt die Zuschauer wissen, dass die Brüder auf dem Weg nach Gudbjerg sind, ein Waisenhaus, das auf dem realen Godhavn-Heim und dessen Skandalgeschichte (die erst 2011 aufgedeckt wurde und dessen juristisches Nachspiel bis heute anhält) beruht. Dort angekommen, müssen sie ihre Kleidung ablegen und bekommen jeder eine Nummer und einen Schlafanzug zugeteilt. Read More

Ein Blick nach Nuuk

Der aus der Fußball-EM resultierende Medienhype mit seinen Nachrichten über Island als Insel der rothaarigen Wikinger, Feen und anderer Kuriositäten wird allmählich langweilig. Und doch wird spätestens seit der Europameisterschaft genauer nach Island geschaut. Von Island aus rutschen wir mit dem Zeigefinger auf der Landkarte eine Insel weiter nordwestwärts: nach Grönland. Interessanterweise werfen auch die Grönländer vermehrt Blicke nach Island, und das nicht nur während der Fußballeuropameisterschaft. Um ein wenig mehr über das weitgehend unbekannte Land mit seiner wunderschönen Natur und seiner komplexen Kolonialgeschichte zu erfahren, haben wir Ebbe Volquardsen, ehemals wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neuere Skandinavische Literaturen am Institut für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifswald, kontaktiert. Ebbe hat Greifswald zu Beginn des Jahres verlassen und arbeitet seit Februar als Assistant Professor für Kulturgeschichte an Ilisimatusarfik, der Universität Grönlands in Nuuk. Im Skype-Gespräch berichtet er von seiner neuen Heimat mit interessanten Informationen über Stadt und Land, Politik und Kultur und seinem wissenschaftlichen Fachgebiet, der Rolle, die Kolonialgeschichte und Identitätsfragen für die grönländische Gesellschaft spielen.

Nuuk

Strand und Kolonihavn in Nuuk

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Mænd & Høns

Sture Böcke, Von Menschen und Pferden und nun Männer und Hühner – es scheint, als würde der skandinavische Bauernhof weiter vervollständigt werden. Die Regie in Mænd & Høns oder Men & Chicken führt der Däne Anders Thomas Jensen, der schon für seinen Film Adams Äpfel bekannt ist. In Men & Chicken, einem Film aus dem letzten Jahr, treffen nicht minder skurrile Charaktere aufeinander.

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