Tag - Baltistik

Darf es ein bisschen mehr sein? Ein Marktbummel in Riga.

Gemüse und Obst in allen Farben und Formen stapelt sich auf den Verkaufstischen und bildet ein farbenfrohes Gesamtkunstwerk. Fische aus der nahen Ostsee wie auch aus fernen Fjorden werden auf die frostigen Auslagen gehieft. Es riecht nach dampfendem Kaffee, warmem georgischen Brot und süßem lettischen Honig. Die ersten Kundinnen, etwas beleibte Babuschkas mit verzierten Kopftüchern und noch leeren Plastiktüten, scharren vor den Toren bereits mit den Hufen und ertränken ihre Nervosität in Small-Talk über den rauen lettischen Winter, während hinter ihnen die aufgehende Sonne das morgendliche Riga in einen goldroten Schimmer taucht. Pünktlich öffnen sich die Türen und die Babuschkas ringen um den besten Platz, Schulter an Schulter, Tüte an Tüte, um sich durch die Eingangstür zu kämpfen.

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Su gimtadienu, Lietuva!

Im vergangenen Jahr berichteten wir bereits von den Feierlichkeiten anlässlich Finnlands einhundertjähriger Unabhängigkeit. In diesem Jahr stehen auch die drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland anlässlich ihrer Einhundert-Jahres-Feiern im Fokus der Weltöffentlichkeit. Am heutigen Tag ist Litauen das erste der drei Länder, das mit einer Reihe von Veranstaltungen seinen Geburtstag begeht.
Haltet eure Cepelinai fest, hüllt euch in Gelb-Grün-Rot und lasst das Gira in Strömen fließen.
Heute feiern wir Litauen!

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Viele kleine Schritte zur perfekten Übersetzung

Ein Workshop für Übersetzer*innen der Neuen Nordischen Novellen VI

Ein naheliegendes Berufsfeld für Studierende von Fremdsprachen ist das Übersetzen. Um in diesem Bereich Erfahrungen zu sammeln, bietet sich das studentische Projekt Neue Nordische Novellen, das in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal stattfindet, an. So übersetzen Studierende der baltischen, fennistischen, skandinavistischen und slawischen Philologien Kurzgeschichten aus ihrem Schwerpunktland und beschäftigen sich gleichzeitig mit der zeitgenössischen Literatur.

Freitagnachmittag versammeln sich rund zwanzig Studierende und Mitarbeitende in Raum 1 des Instituts für Fennistik und Skandinavistik. Claudia Nierste und Mareen Patzelt, die die Leitung des diesjährigen Übersetzungsprojekts übernommen haben, haben die teilnehmenden Übersetzer*innen zu einem Workshop und einer Fragerunde eingeladen. Es ist das dritte Treffen zur diesjährigen Ausgabe, aber das erste Arbeitstreffen, waren die beiden vorangegangenen doch ausschließlich zur Information und Planung. Read More

Nach Venezuela!

3. Kunst und Klänge: Eine musikalische Schlechtwettertherapie aus Litauen

Quelle: Pixabay

Ein vergilbtes Plakat im Busbahnhof, ein emphatischer Werbespot im Fernsehen oder der an einer Imbissbude vorbeiziehende Geruch fremder Gewürze – für akutes Fernweh bedarf es oft nicht vieler Anstrengungen.
Wenn die Temperaturen in den Keller fallen und der Himmel in sein 50-Shades-Of-Gray-Cosplay schlüpft, werden sie begehrter als alles andere auf der Welt – die warmen Orte, an denen man den ganzen Tag mit einem guten Buch auf der Veranda sitzen kann und sich vom Sonnenschein die Haut streicheln lässt. Das Schmuddelwetter, das uns Anfang Dezember zu triezen wollen scheint, ist bekanntermaßen keine rein norddeutsche Spezialität, auch rund um die Ostsee hat man sich gegen Nässe und Dunkelheit zu wappnen.

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Unterwegs mit Liebe

1. Herzlich Willkommen zum Adventskalender von Baltic Cultures

Es tut sich etwas. Langsam, vielleicht nicht immer unmittelbar sichtbar, aber dennoch in Bewegung. Das Bekannte und Gewohnte zurücklassen, unterwegs, auf der Suche. Es ist der Dezembermonat, der schon immer etwas ganz Besonderes war, der diese Poetik und Sehnsucht in Menschen auslöst. Dezember, der uns auf die Suche nach Freuden für unsere Liebsten schickt. Die Vorweihnachtszeit, deren Lichter die Dunkelheit übertönen. Advent, der uns still werden lässt. Manchmal zumindest jenseits der Weihnachtshektik. Als überzeugte Verfechter dieser romantischen Weihnachtsidylle mit Glögg und Geschenken, Lichtern und Liebe, Schnee und „Stille Nacht“ haben auch wir uns auf den Weg gemacht, um jeden Tag bis Heiligabend einen Ort zum Stillwerden, Vorfreuen und Eintauchen in die wunderbare Weihnachtswelt des Ostseeraums zu schaffen.

Diese ganz besondere Dezemberstimmung möchten auch wir nutzen, um uns vorzustellen und den Baltic Cultures-Blog wieder zum festen Bestandteils des Alltags eines jeden Studierenden der Institute für Baltistik, Fennistik und Skandinavistik werden zu lassen. Es tut sich nämlich etwas. Langsam, vielleicht nicht immer unmittelbar sichtbar, aber dennoch in Bewegung. In letzter Zeit haben viele fleißige Hände und kreative Köpfe über das Baltic Cultures-Projekt nachgedacht, es entwickelt, ausgebessert und wiederbelebt. Wir sind eine Gruppe Philologie-Studierender der Universität Greifswald mit einer gemeinsamen großen Liebe, die uns motiviert und inspiriert. Mindestens die kommenden 23 Tage lang.

Denn Weihnachten ist das Fest der Liebe. Und Weihnachten feiert man gemeinsam mit den Menschen, die man liebt. Aber die Vorweihnachtszeit dieses Jahres wollen wir uns mit dem versüßen, was wir lieben: die Länder und Kulturen des Ostseeraums.

Gemeinsam möchten wir uns auf den Weg machen. Das Bekannte und Gewohnte zurücklassen, unterwegs, auf der Suche. Mal ganz tief in den Norden, mal in unserer ganz vertrauten und unmittelbaren Umgebung. Wir möchten Neues lernen, Nostalgie wecken und uns dabei jeden Tag ein bisschen an Weihnachten annähern. Schließlich ist der Dezembermonat etwas ganz Besonderes. Und das wollen wir mit allen Sinnen selbst (er)leben.

Freut euch jeden Tag bis Heiligabend auf je einen neuen Beitrag zu Kulturellem in Form von Rezepten, Rezensionen und Reportagen über Menschen, Bräuche und – selvfølgelig – Weihnachten.
Und wir freuen uns auf euch!

 

Karen

Für die Redaktion von Baltic Cultures