11. Türchen

Weihnachten in Litauen

Für Austeja aus Litauen beginnt die Weihnachtszeit erst so richtig, wenn die ganze Stadt weihnachtlich dekoriert glitzert. Heute erzählt sie uns, wie sie zu Hause in Litauen mit Familie und Freunden die Weihnachtstage verbringt: von Traditionen, 12 Gerichten und davon, wie sie vielleicht sogar schon an Weihnachten weiß, wie das nächste Jahr wird.

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10. Türchen

Schneeweiße Postkarte aus Utsjoki

Utsjoki liegt ganz im Norden Finnlands an der Grenze zu Norwegen. Die Reise dorthin ist zwar lang, am Ziel angekommen belohnt aber der weite Blick, die unendlichen Langlauf- oder Schneeschuhwandermöglichkeiten und vor allem die angenehme Ruhe. Wer Glück hat (und nicht unbedingt während der Polarnacht dort ist), kann den Schnee und das Nordpolarmeer sogar in der Sonne glitzern sehen. Hier sind ein paar Eindrücke des nördlichsten finnischen Lapplands im April.

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9. Türchen

Midnight Sun | Midnattssol | Midnight Sun

Der folgende Beitrag stammt von der Masterstudentin Sabrina Scholz.

Nahaufnahme eines mittelalten Mannes. Seine Augen sind geschlossen, sein Bart weist bereits etliche weiße Haare auf. Entfernt man sich ein wenig von seinem Gesicht, ist zu erkennen, dass er an einem grauen, schmalen Brett lehnt. Mühsam öffnet er die Augen, dreht den Kopf leicht nach rechts und links. Schon an seinen Bewegungen ist zu sehen, dass er nicht aufrecht steht, er liegt. Liegt auf einem Brett, das viel zu schmal ist, als dass er schlafend seinen Körper darauf ausbalancieren könnte. Er ist gefesselt. Unter ihm erstreckt sich Leere. Je weiter man sich von der Szenerie entfernt und in die Vogelperspektive übergeht, desto klarer zeichnet sich das Bild eines Helikopters ab. Das Brett ist ein Rotorblatt. Kaum, dass sich der Mann seiner Situation bewusst wird, startet der Motor.

So beginnt die neue schwedische Serie Midnattssol – Midnight Sun von Regisseur Måns Mårlind und Björn Stein. Ermittler Rutger Burlin (Peter Stormare) und Staatsanwalt Anders Harnesk (Gustaf Hammarsten) machen sich in Kiruna, Nordschweden, daran, den brutalen Mord aufzuklären. Der getötete war Franzose, so dass bald Unterstützung aus Paris in Person von Kahina Zadi (Leila Bekhti) eintrifft.

In einem weiten Tal hockt ein Mann splitterfasernackt. Ketten halten ihn fest in seiner Lage. Blut rinnt aus mehreren Wunden seines Körpers. Unweit entfernt pirschen Wölfe heran. Mit letzten Kräften schreit der Mann um Hilfe. Dann fallen die Wölfe über ihn her. Ein weiterer Mord, der das Ermittlerteam vor einige Rätsel stellt. Die Brutalität gleicht dem ersten Fall, doch scheint nun durch die vollständige Entkleidung des Opfers ein weiterer Aspekt hinzugekommen zu sein. Liegen persönliche Motive zugrunde oder handelt es sich gar um Ritualmorde? Und wie passt der plötzliche Tod von Kommissar Burlin ins Bild?

Midnight Sun verstrickt gekonnt mehrere komplexe Handlungsstränge miteinander. Zentral bleibt die Fahndung nach dem skrupellosen Mörder, der sich ein Katz und Maus Spiel mit den Ermittlern liefert, ihnen Hinweise hinterlässt sowie seine Todesliste. Mindestens ebenso bedeutsam scheint die Nebenhandlung um die Sami in Nordschweden. Dem Zuschauer eröffnen sich durch die abgeschieden lebend dargestellten Sami und ihre traditionelle Kultur des Joikens und Schamenentums Mysterien, durch welche die Fremd- und Andersartigkeit unterstrichen wird, die zwischen beiden Bevölkerungsgruppen besteht.
Brückenglied zu dieser Thematik innerhalb der Serie ist Harnesk, der einerseits Halbsami ist, auf der anderen Seite aber in seiner Funktion als Staatsanwalt die Schweden verkörpert. Besonders mit dem Fund einer dritten Leiche erhärtet sich der Verdacht, dass ein Zusammenhang zwischen der Mordserie und dem samischen Volk besteht. Um die Tragweite dieser Indizien besorgt, rät Harnesk an, entsprechende Informationen vor Presse und Kollegen geheim zu halten.
Eine weitere Ebene der Serie stellt der Schauplatz Kiruna dar. Die nördlichste Stadt Schwedens liegt einerseits innerhalb eines Samebys, eines geographischen Gebietes und ökologischen Verbandes samischer Rentierzüchter, und soll andererseits aufgrund des Eisenerzbergwerkes, um das sie entstand und über dem sie mittlerweile liegt, umgesiedelt werden. Die Gefahr eines Statik Verlustes und Einbrechens in die Grubenschächte ist zu hoch geworden. Nicht alle Bewohner Kirunas sind von diesem Vorhaben begeistert. Manche Häuser werden umgesiedelt, die meisten jedoch abgerissen – nicht ohne zuvor an LKAB (Luossavaara-Kiirunavaara Aktiebolag) verkauft zu werden, sodass die ehemaligen Eigentümer abhängig vom Versprechen der Firma sind, ihnen in der neuen Stadt eine angemessene und bezahlbare Wohnung zur Verfügung zu stellen. Ob das gelingt bleibt abzuwarten. Ähnliches ist auch in der Serienhandlung eingearbeitet, wobei LKAB hier zur fiktiven Firma KLMC umbenannt ist.
Darüber hinaus besitzt die Serie auch ihre Version des Esrange Space Centres, das hier Nordic Space Centre genannt wird. Dort werden in erster Linie Versuche dazu durchgeführt, wie sich Materialien oder Pflanzen in der Schwerelosigkeit verhalten. In der Serie jedoch scheinen die Versuche von größerer Tragweite zu sein und bilden möglicherweise einen Aspekt des rätselhaften Todes von Kommissar Rutger Burlin.
Für die Sami hat der Ort zudem eine besondere Bedeutung. Nicht nur geht Kiruna namentlich auf das nordsamische Wort für Schneehuhn giron zurück, das sich als Wappentier im Stadtwappen widerfindet, es tagt auch seit 1993 die parlamentarische Vertretung des Volkes der Sami, der Samething, in dieser Stadt.

Die Serie verbindet packende Thriller- und Drama Elemente mit der Rätselhaftigkeit einer komplexen Kriminalgeschichte und beeindruckenden Naturaufnahmen von Schwedisch-Lappland. Dabei behandelt sie mit Diskriminierung und Fremdenhass aktuelle europäische Themen. Der Realitätsbezug wird stark durch den Schauplatz hergestellt. Sämtliche gesellschaftliche Problematiken existieren auch im realen Kiruna. Sogar der Serientitel Midnight Sun passt in die Reihe der Wirklichkeitsanleihen: auf ihrer Website wirbt die Stadt Kiruna „Midnight Sun – See The Light! More time for adventure under the midnight sun“.

8. Türchen

Bild

Die meisten Menschen haben wohl zumindest eine Ahnung davon, wie Weihnachten in Schweden, Finnland, Norwegen und Dänemark gefeiert wird. Was aber wisst ihr über grönländische Weihnachtstraditionen? Wenn ihr ehrlich seid, dann wisst ihr vermutlich ebenso wenig wie wir bisher. Das wollen wir ändern! Hier sind ein paar interessante Fakten über die grönländische Weihnachtszeit:

Wusstet ihr, dass…

 … man in Grönland zwar auch Tannenbäume in der Weihnachtszeit aufstellt, diese aber z.B. aus Dänemark importiert werden müssen, weil so weit im Norden keine Bäume mehr wachsen?
… Familien, die keine importierte Tanne verwenden, manchmal einen Baum aus Treibholz bauen?
… man die Tannenbäume traditionell am 23.12. schmückt?
… Frohe Weihnachten auf Grönländisch ‚Juullimi Pilluarit‘ heißt?
… die meisten ihre Tracht anziehen, wenn sie an Weihnachten in die Kirche gehen?
… man in Grönland davon überzeugt ist, dass der Weihnachtsmann in Spraglebugten nahe der Stadt Uummanna wohnt?
… der Weihnachtsmann dort auf einem Schlitten kommt, der von Hunden gezogen wird?
… man am 24.12. mit den Feierlichkeiten beginnt, indem man um den Weihnachtsbaum tanzt?
… die Männer an Heiligabend den Frauen das Essen servieren und ihnen Kaffee kochen?
… man die Weihnachtsdekorationen traditionell am 6. Januar wieder entfernt?

7. Türchen

Schwedische Türchen voller Fantasie

Der schwedische Fernsehsender SVT stimmt das Fernsehpublikum jedes Jahr mit einem eigenen Adventskalender auf Weihnachten ein. Im letzten Jahr konnte man einer Familie durch 1000 Jahre schwedische Geschichte folgen. Die 24 kurzen Filme sind online hier noch zu sehen.

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