Couscous norvegensis

Ein kulinarischer Gastbeitrag von Prof. Joachim Schiedermair:

Ich koche häufig und gerne – weil ich häufig und gerne esse. Doch eigentlich kann ich nicht kochen, ich kann nur lesen: Rezepte lesen eben. Als Literaturwissenschaftler ist das vielleicht der richtige Zugang.

Das Rezept, das ich für diesen Blog ausgesucht habe, stammt aus der Werbebroschüre eines norwegischen Supermarktes. Doch mit Norwegen hat es nur wenig zu tun. Zum einen ist sein Hauptbestandteil Couscous typisch für die nordafrikanische Küche. Zum anderen ist es in weiten Teilen Norwegens schwierig, das ganze Jahr hindurch frische Minze zu bekommen.

Damit ist das Gericht alles andere als typisch norwegisch, doch was macht das schon? Auch die wunderbaren Köttbullar, die schwedischste aller schwedischen Speisen, hat kein schwedischer Bauer erfunden; der Freibeuterkönig Karl XII. hat sie aus der Türkei mitgebracht. Dorthin war er nämlich geflohen, als er die Schlacht von Poltawa 1709 gegen Russland verlor.

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Sehenswerte „Tricks“ aus Tampere

Die ersten Tage des Jahres 2015 sind vorbei, und wahrscheinlich habt ihr so langsam die Nase voll von all den Werbeprospekten von Fitnessstudios, die euch dazu bringen wollen, aus Frust über die vermeintlichen „Weihnachtskilos“ schnell einen Vertrag bei ihnen abzuschließen. Oder ihr gehört zu denjenigen, die die Prospekte wirklich interessiert studieren. Vielleicht müssen keine Kilos weg, aber der Rücken tut ja immer weh vom Am-Schreibtisch-Lungern, und vielleicht kann man dann auch mal besser den Kopf freikriegen wegen der Deadline… ach, ihr wisst schon, Geisteswissenschaftler-Probleme. Also, falls ihr gerne noch ein wenig Motivation hättet, euch für den Hochschulsport einzuschreiben oder einfach mal wieder die Laufschuhe zu schnüren, hier kommt sie: Denn wer würde nicht gern ansatzweise solche Dinge mit seinem Körper anstellen können wie die Jungs von „Unito“? Read More

Ideofiers in the commercial city: A discursive linguistic landscape analysis of hairdressers’ shop names in London, Stockholm and Berlin

Pure Barberism, The Best a Mo Can Get, Strå, Kamm in, Salon Kaiserschnitt, haarspree-Frisöre, there are different and very creative ways to name a hairdresser shop. In my Staatsexamensarbeit, I do not only look at commercial signs in general but particularly at a specific type of shop: the hairdresser shop. The purpose of my research is to deal with aspects of discursive competence in the commercial city. With a linguistic landscape sample route of different inner (and outer) city areas of London, Stockholm and Berlin, linguistic resources will be studied that shop owners employ to name their shops in the frequent urban marketplace service of hairdressing. I hypothesize that shop signage can be divided into direct versus indirect discourse modes that map the city as spatial and social marketplace. If codified lexemes are used as linguistic repertoire, a direct discursive mode is visible in shop names as identifiers. If the meaning of a shop name is depicted with an indirect discursive mode, e.g. lexical webs and semantic resources, shop names are used as ideofiers. In my research, I study whether the use of ideofiers vs. identifiers varies in the linguistic landscapes of London, Stockholm and Berlin. Furthermore, I look more closely at the different semantic and morphological strategies to name a hairdresser shop as ideofier.

(writer and photographer: Anna Mehrens)

Frohe Weihnachten mit den Skagenmalern

Ende des 19. Jahrhunderts gründete sich im dänischen Skagen an der Norsdpitze Juütlands eine Künstlerkolonie, die mit ihrere Freiluftmalerei und bildlichen Darstellungen von Fischern und dem dänischen Landleben große Bedeutung erlangte. Besonders die Lichtverhältnisse an der Küste prägten die Bilder der Skagenmaler, die beeinflusst waren von französischer Freiluftmalerei. In den Sommermonaten entwickelte sich der Ort Skagen zu einem Treffpunkt dänischer Künstler. Von den Skagenmalern gibt es eine Reihe sehr schöner Darstellungen von Festtagen und Feierlichkeiten, darunter auch das Weihnachtsfest.

God Jul – Frohe Weihnachten – Merry Christmas

Viggo Johansen: "Glade Jul" (1891)

Viggo Johansen: „Glade Jul“ (1891) // Quelle: Wikimedia