ELVIS fait le Tour du Nord

Elvis SkiDie Greifswalder unter euch erinnern sich vielleicht noch an das Werbeplakat für den Nordischen Klang 2014. Das mit Elvis, der Frau in Sámitracht und den vielen Tieren. Der Entwurf für das Plakat stammt zwar von Jussi Lahtinen, aber eigentlich liegt ihm das Gemälde Elviksen soitto (Elvis’ Spiel) von Markku Laakso zugrunde, das ursprünglich etwas anders aussieht, nämlich so:

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Küsse aus der Nordischen Mythologie

Frigg umarmt ihren toten Sohn Baldr. Illustration von Lorenz Frølich (1895). Quelle: Wikimedia

Frigg umarmt ihren toten Sohn Baldr. Illustration von Lorenz Frølich (1895). Quelle: Wikimedia

In wenigen Tagen ist es wieder so weit: Valentinstag, der Tag, an dem vielleicht so viel geküsst wird wie an keinem anderen Tag im Jahr. Deshalb möchte ich mit Euch einen Ausflug in die Nordische Mythologie machen, zu den Ursprüngen eines Brauches, bei dem es auch ums Küssen geht, auch wenn er eher mit Weihnachten in Verbindung gebracht wird: Warum küssen wir uns eigentlich unter einem Mistelzweig?

Snorri, der im 13. Jahrhundert auf Island gelebt hat, hat uns die größte Quelle zu den Glaubensvorstellungen seiner Landsleute hinterlassen, er hat allerhand Anekdoten aus dem Leben der Götter in der Edda niedergeschrieben. Eine davon handelt von von Baldr, dem Gott des Lichts, dem Sohn von Odin und Frigg. Er träumte von seinem Tod, und seine Mutter Frigg hatte genau den gleichen Traum. Baldr erschrak, doch seine Mutter wollte nicht hinnehmen, dass ihr Traum vom Tod ihres Sohnes eine Vorsehung sein sollte.

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Sprachkunst & Wörterzauber! Berufung: Literatur & Sprache.

Rumpelwichtel_Jean_Pint Ein Philologiestudium als brotlose Kunst? Bekommt man mit einem geisteswissenschaftlichen Abschluss überhaupt einen Job?

Wenn man Kulturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Literatur studiert, fennistische Sprachwissenschaft oder intercultural linguistics weiß man manchmal selbst noch nicht, wo man mal hinwill und die Anderen wissen es ganz sicher auch nicht. Unsereins lernt ersteinmal aus Leidenschaft und Interesse! Für uns gibt es kein einheitliches Berufsbild. Die Tätigkeitsfelder reichen in alle Bereiche des Lebens hinein, vom Verlagswesen über die Theaterpädagogik bis hin zur Beschäftigung als KulturreferentIn! Während des Studiums erwirbt man einen großen Kenntnisschatz, der über Praktika, Auslandsaufenthalte und Eigeninitiative vertieft wird. Man bekommt eine Idee von spannenden Berufsmöglichkeiten, schafft sich Netzwerke und Arbeits- und Auslandskontakte. Früh genug in die berufliche Praxis zu schnuppern ist unabdingbar und bringt Orientierung und Sicherheit. AbsolventInnen haben die Qual der Wahl und können sich selbstbewusst nach dem Studium als breit ausgebildete Generalisten auf eine Reihe von Stellenausschreibungen bewerben. Dabei gehören insbesondere Fremdsprachenkenntnisse, Organisationstalent, Kreativität und ein breites Allgemeinwissen für viele Arbeitgeber zu gern gesehenen Fähigkeiten. Was wäre da mehr prädestiniert als ein gründliches Sprach- und Literaturstudium! Hier ist man es gewöhnt, aus den unterschiedlichsten Perspektiven zu denken und sich interdisziplinär in neue Themen einzuarbeiten.

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„Lord, what fools these mortals be!“

Helena liebt Demetrius, Demetrius liebt aber Hermia (Helenas beste Freundin), welche mit ihrem Geliebten Lysander durchbrennen will. Aus wessen Feder möge dieses verworrene Teenagerdrama sonst stammen, wenn nicht aus seiner: William Shakespeare. Meine erste persönliche Erfahrung mit A Midsummer Night’s Dream war vor ungefähr 10 Jahren, als ich (selbst noch keine Ahnung davon habend, wer dieser Shakespeare eigentlich sein soll, den alle Welt seit Jahrhunderten zitiert) im Wohnzimmer saß, mich von dem ernüchternden Nachmittagsprogramm privater Fernsehsender berieseln ließ und die Levi’s 501 Werbung mit einem Mal über den Bildschirm flackerte.

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