Ein Student sitzt im Kino und denkt über den Film nach // Opiskelija elokuvissa istui, leffaa pohtien

(Alempana artikkeli suomeksi.)

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Erstes Bild: Ein Museumsraum, fahl und trist und bis auf wenige Vitrinen leer. Eine spärliche Anzahl von Besuchern schaut sich darin um. Insgesamt ein sehr trostloser Anblick. Ich denke darüber nach, ob das schon zum Film gehört oder vielleicht doch noch Werbung ist (wofür aber?). Meine Hoffnungen werden enttäuscht. Der Titel wird eingeblendet und mir ist klar: Der Film hat begonnen. Vielleicht wird er ja noch etwas farbenfroher, denke ich. Und tatsächlich: Ein Krabbensandwich und ein grellrotes Kleid sollen noch das Auge erfreuen. Die Trägerin des Kleides wiegt ihr Baby im Kinderwagen und offenbar über ihnen gurrt fröhlich eine Taube, der der Film wohl seinen Namen zu verdanken hat. Für mich eine hoffnungsvolle Szene und der nahezu einzige Lichtblick in diesem hervorragenden, aber etwas sehr trübseligen Film.

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„Gehen Sie nicht über Los…“ – Das Thema Menschenrechte greifbar gemacht

Ungefähr im April 2015 flatterte eine E-Mail in mein Postfach. Absender: Die Domus-Dorpatensis-Stiftung in Tartu, in deren Mailingliste ich mich irgendwann mal eingetragen hatte. Betreff: Für einen internationalen Jugendaustausch wurden Teilnehmer gesucht. An dem Seminar mit dem Titel „The Spirit of Democracy“ sollten sieben Deutsche, sieben Esten und sieben Letten zwischen 18 und 30 Jahren teilnehmen, organisiert wurde das Seminar von der Deutschbaltischen Studienstiftung, und finanziert von der EU beziehungsweise Erasmus+, so dass auf die Teilnehmer kaum Kosten zukommen würden. Seminarorte: Liepāja und Rīga in Lettland. Abgesehen davon, dass ich für den Zeitraum des Seminars noch keine anderen Pläne hatte und eine kostenlose Reise nach Lettland ganz attraktiv fand, hatte ich schon lange immer wieder von Seminaren der Deutschbaltischen Studienstiftung gehört und Interesse daran gehabt, daran einmal teilzunehmen. Ich schickte meine Bewerbung ab, und bekam einige Wochen später die Nachricht, dass ich teilnehmen durfte. Read More

Die Baltistik und das Baltikum – die kleinen Unbekannten Teil II

Ausrufezeichen Baltikum

Was interessiert dich am Baltikum?

Mich begeistert die Kultur, z.B. Volkslieder und -tänze, die Traditionen, z.B. Kūčios in Litauen (der litauische Heilige Abend mit seinen spezifischen Bräuchen), und wie sie in der Bevölkerung gewahrt und gelebt werden. Außerdem haben Lettland und Litauen wundervolle Landschaften zu bieten. Nicht zuletzt lerne ich auch gerne die Sprachen, Lettisch gefällt mir da besonders.
– Georg (22), Baltistikstudent, Greifswald

Nach dem Abitur bin ich eher zufällig für ein Jahr nach Estland gekommen und habe mich auf meinen Reisen durchs Baltikum in alle drei Staaten verliebt. Im Baltikum herrscht eine ganz andere Grundstimmung als in Deutschland. In Deutschland habe ich oft das Gefühl, dass alle Wege schon gegangen sind und alles irgendwie „gesetzt“ erscheint, wohingegen man im östlichen Europa und insbesondere im Baltikum eine sehr starke Aufbruchsstimmung spürt. Eine gute estnische Freundin hat mir dazu einmal gesagt: „Die Zukunft ist jetzt – und sie gehört uns, den jungen Leuten. Wir haben lange genug darauf gewartet, dass die Zukunft zu uns kommt, jetzt kommen wir zu ihr.“ Bars und Ateliers entstehen in alten Lagerhallen oder Werkstätten aus der Sowjetzeit, junge Leute experimentieren mit einer Mischung aus Folklore und Popmusik, und StartUps schießen überall aus dem Boden. Jedes Mal, wenn ich an mir eigentlich vertrauten Orten im Baltikum vorbeikomme kann ich noch etwas entdecken, was neu ist und darauf wartet, entdeckt zu werden.
– Marcel, Slawistik- und DaF-Student, Greifswald

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Deutsch lehren und vielfältiges Kulturprogramm organisieren!

Die Internationale Sommerschule Greifswald Summer 2015 sucht engagierte Studierende, die anderen Studierenden und Wissenschaftlern aus dem Ausland Sprachkurse, interkulturelle Projekte und Workshops anbieten!

Wann?: für jeweils ein zweiwöchiges Modul 4*90min dienstags und donnerstags nach dem Sprachunterricht (Modul 1: 10.08. – 23.08, Modul 2: 24.08. –06.09., Modul 3: 07.09.–20.09., Modul 4: 21.09.–04.10.2015)

Themen: selbstgewählte Themen in den Bereichen Kunst, Literatur, Landeskunde, Geschichte usw. in Absprache mit den Organisatoren

(Derzeit überlegen bereits einige Studierende Kurse zum Thema Dialekte in Deutschland, Kulinarisches, Helden der Kindheit/Märchen oder Nachmittagsprogramme wie Stadtrallyes und Fahrradtouren zu organisieren.)

Leistung: Praktikumsbescheinigung & Betreuung durch das Organisationsteam

Wenn ihr Lust bekommen habt, wertvolle Erfahrungen in einem internationalen Umfeld zu machen, Projekte und Exkursionen zu organisieren, Sprachkurse zu leiten und eure Kenntnisse zu teilen, meldet euch mit einer kurzen Ideen- oder Projektbeschreibung und euren Kontaktdaten schnellstmöglich bei Prof. Dr. Antje Heine (antje.heine@uni-greifswald.de) oder bei Mirjam Herklotz (herklotzm@uni-greifswald.de)!

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