Ein Ausflug nach Danzig

Auf den ersten Blick könnten Greifswald und die polnische Stadt Danzig kaum unterschiedlicher sein. Danzig liegt fast 350 Kilometer entfernt in Polen, hat rund 400.000 Einwohner mehr und besitzt einen internationalen Flug- und Containerhafen. Außer der unmittelbaren Nähe zur Ostsee ergeben sich heute kaum noch Gemeinsamkeiten. Doch was die beiden Städte miteinander verbindet, ist ihre Geschichte. Read More

„Kihnu Poesie“

Die Ausstellung „Kihnu Poesie“ in der Kleinen Rathausgalerie (19.4. – 22.6.2018)

Geschrieben von Elsbeth Aarsalu

Wir sitzen im Café; endlich kann man die Beine ausstrecken und durchatmen. „Ich bin müde. Aber fröhlich-müde,“ sage ich. Sie nickt und lächelt, lässt ihren einzigartig warmen und suchenden Blick durch den Raum schweifen und ihn endlich in unserer ruhigen Ecke verweilen.

„Ich finde es schön, wie sehr sich die Besucher für Kihnus Geschichten interessiert haben,“ sagt sie. „die eine ältere Dame (Connie Müller-Gödecke, E.A.) hat sich die Ausstellung schon auf der estnischen Insel selbst angesehen und war daneben auch anderswo in Estland und Lettland unterwegs, hat mir mehrmals gedankt und ihre große Freude geäußert. „So was trifft man nicht oft. Besonders im Ausland.“ Für eine Weile bleibt sie still und wir denken über den langen Tag nach, an dem in der Kleinen Rathausgalerie die estnische Fotografin Birgit Püve ihre Ausstellung im Rahmen des Nordischen Klangs eröffnet hat.

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Ein Gespräch mit Dr. Frithjof Strauß

Dr. Frithjof Strauß mit einem Plakat, auf dem die norwegisch-samische Künstlerin Marja Mortensson zu sehen ist

In unserer Reihe über die Mitarbeitenden des Greifswalder Instituts für Fennistik und Skandinavistik stellen wir heute Dr. Frithjof Strauß vor, der nicht nur Kurse in norwegischer Literatur-geschichte und skandinavistischer Literaturwissenschaft in Greifswald und Stettin gibt, sondern auch als künstlerischer Leiter beim Kultur-festival Nordischer Klang tätig ist. In diesem Interview erzählt er von Herausforderungen und Ver-änderungen beim Nordischen Klang und verrät uns, welche besonderen Highlights uns dieses Jahr beim Festival erwarten.

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Är det inte dags för fika?

Über die liebste Freizeitbeschäftigung der Schweden 

Bei einem Besuch in Schweden ist eines der ersten Worte, das man zu hören bekommt und bestimmt so schnell nicht wieder vergessen wird, das Wort fika. Dieser schwedische Ausdruck ist essentiell für jeglichen Aufenthalt im hohen Norden. Wer die Tradition kennt, weiß, dass die Übersetzung „Kaffeepause“ in einem deutschen Wörterbuch dieser Aktivität nicht im Geringsten gerecht wird. Aber was genau verbirgt sich hinter diesem Ausdruck, der so schwierig ins Deutsche zu übertragen ist? Und woher kommt eigentlich dieses etwas eigenartige Wort?

Fika – das können die Schweden jederzeit, an jedem Ort und am liebsten den ganzen Tag. Aus dem kulturellen und sozialen Leben ist es nicht wegzudenken. Fika ist inzwischen zu einer der beliebtesten (Freizeit-)Beschäftigungen im Land geworden, geradezu zu einer „sozialen Institution“. Das Unternehmen Gevalia, eine bekannte schwedische Kaffeerösterei, hat sogar Befragungen zu den fika-Gewohnheiten der Schweden durchgeführt (Gevalias fikarapport), aus denen hervorgeht, dass diese pro Jahr insgesamt etwa 9,5 Tage mit fika verbringen (2013). Read More

Morten A. Strøksnes: Das Buch vom Meer

Oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen

Hinter diesem langen Titel versteckt sich Vieles: ein Kindheits(alb)traum, eine zähe Jagd, eine eigenartige Männerfreundschaft, vor allem aber eine Liebeserklärung an das Meer.

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