Category - Studentische Forschung

Sprachen und Meer

Studierende lieben Sommerabende, Grillen am Hafen und die bunten Gebäude der historischen Altstadt. Sie lieben das Meer und den Strand – beide nur einen Spaziergang, eine kleine Laufrunde oder eine gemütliche Ruderstrecke entfernt. Sie genießen das bunte kulturelle Leben, die Internationalität der Universitätsstadt und die Nähe zu Rügen und Usedom. Wo sonst kann man in einem Urlaubsparadies studieren?

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Wenn Polen und Deutsche in Warschau Finnisch sprechen – Fennistische Herbstschule 2016, Teil I

(in Zusammenarbeit mit Svenja)

Vom 5.-8.10.2016 fand in Warschau die erste fennistische Herbstschule für Fennist*innen aus Greifswald und Warschau statt. Auch wir von Baltic Cultures waren dabei und berichten euch gerne davon, was wir bei Vorträgen zur finnischen Sprache, Kultur und Literatur, bei Gesprächen mit polnischen Fennist*innen und bei Spaziergängen durch Warschau erlebt haben. Ein zweiter Teil und eine Bildergalerie folgen in Kürze.

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Meine Masterarbeit vom Ei bis zum Vollinsekt

Am Anfang jeder Abschlussarbeit steht die Themenfindung ‒ mitunter ein leidiges Thema. In meinem Fach bestand nicht die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Lehrstühlen und Professoren zu wählen, denn es gab und gibt jeweils nur einen. Daher blieb mir diese Entscheidung schonmal erspart. Für eine grobe Richtung (Literatur-, Sprach-, Übersetzungswissenschaft und was es sonst noch gibt) musste ich mich trotzdem entscheiden. Manche fangen damit an und überlegen sich ihr Thema je nach Richtung. Ich bin den umgekehrten Weg gegangen, habe zuerst alle meine Ideen zusammengetragen, egal ob Literatur- oder Sprachwissenschaft, habe mit meinem Professor darüber geredet und am Ende das Thema ausgewählt, das mir am meisten zusagte. Das Thema, das ich schließlich fand, war recht außergewöhnlich: Die Insektenwelt als Motivquelle in ausgewählten Werken der zeitgenössischen finnischen Literatur ‒ kurz: Insektenmotive in 9 finnischen Romanen. Read More

Ein Sprachexperiment zum Normenverständnis im Litauischen

Seit zwei Jahren gibt es an der Universität Greifswald den Studiengang M.A. Sprachliche Vielfalt/Language Diversity, der die Linguistik anglophoner, baltischer, finnischer, skandinavischer und slawischer Kulturen miteinander verbindet. Das Studium besteht aus insgesamt drei Säulen: Allgemeine Theorien und Methoden, Schwerpunktbereich und Profilierungsbereich. Der Schwerpunktbereich entspricht dabei der bereits im Bachelorstudium studierten Philologie und im Profilierungsbereich können wahlweise Kenntnisse einer zweiten bereits studierten Philologie vertieft oder eine neue Philologie von den Studenten gewählt werden.
Vor wenigen Tagen konnte der Masterstudiengang seine erste Absolventin hervorbringen. Greta Onusait hatte im Schwerpunktbereich Baltistik und im Profilierungsbereich Skandinavistik studiert. In ihrer Master-Arbeit beschäftigte sie sich mittels eines Sprachexperiments mit dem Normverständnis im Litauischen.

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Der halbfertige Himmel

Der halbfertige Himmel ist der Titel der Ausstellung von Sarah Fischer zum Nordischen Klang Festival 2015 in Greifswald. Mit ihrer Bachelorarbeit mit dem Titel Baum und Wald als Motive in der Lyrik Tomas Tranströmers – eine grafische Auseinandersetzung hat Sarah nicht nur außergewöhnlich tolle Arbeiten kreiiert sondern auch ihre beiden Studienfächer der Skandinavistik und Bildenden Kunst hervorragend verbinden können.

Zur morgigen Ausstellungseröffnung, die um 17.30 Uhr in der Galerie im Rathaus in Greifswald stattfindet, sind alle Interessierten herzlich eingeladen!

In der vertieften künstlerischen Auseinandersetzung mit der Poesie von Tomas Tranströmer hat sich die jetzige Masterstudentin der Bildenden Kunst hauptsächlich mit dem wiederkehrenden Motiv des Baumes und Waldes in den Gedichten des Schweden beschäftigt, wobei sie ihre Arbeiten mit der Technik des Holzschnitts und in der Kombination aus Collage und Zeichnung anfertigte. Die Thematik der grünenden Natur, des Wassers, Waldes und Baumes finden sich vor allem in Tranströmers erster Gedichtsammlung 17 dikter (dt. 17 Gedichte), doch auch in seinen späteren verdichteten Haiku und seiner kurzprägnanten Poesie.

Der Wald in den Gedichten kann als ein Ort der Ruhe und Abgeschiedenheit gelesen, der Waldrand als Übergang in einen neuen Raum beschrieben werden. Der Ausflug in den Wald ist eine Reise ins eigene Innere, in einen Raum von umstehenden stummen Bäumen und der Gang in den Wald hinein kann tief in die eigene Psyche führen, zu bislang unentdeckten Gedanken und Gefühlen…

Sarahs Bilder sind surreal anmutende Welten, die in Anlehnung an Tranströmers Poesie in der Verbindung von Natürlichkeit mit dem Geheimnisvollen und Verschlüsselten zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich führen und ausdrücken, was mitschwingt, emotional stark und sprachlich dazwischen und schwer zu umschreiben ist.

Wir wünschen viel Spaß bei der Vernissage und empfehlen tolle, inspirierende Kunst, die noch bis zum 19.06. 2015 besucht werden kann! Schaut auch mal auf die Website von Sarah, denn sie stellt derzeit nicht nur in Greifswald sondern auch in Rostock und Ahrenshoop aus.

N. kommt, aus der Serie »Der halbfertige Himmel«, Mischtechnik und Collage 2013 © Sarah Fischer

N. kommt, aus der Serie »Der halbfertige Himmel«, Mischtechnik und Collage 2013 © Sarah Fischer