Category - Studentenleben

Klangtrunken

nk

Sobald das Nordische Klang Festival seine Pforten öffnet, hat der Frühlingsalltag in Greifswald zusätzlich strahlende Gesichter gewonnen. Gerade noch verzaubert von der Stimme Ulla Pihls aus Dänemark, die zusammen und unterstützt durch ein Streicherensemble und die Instrumentalistin Line Felding, das Klavier in der warmrot ausgeleuchteten Aula der Universität bespielte, bleibt man, einige Stunden rückblickend, beeindruckt von eindringlichen Post-Rock Klängen der isländischen Band Róa, die in der Annenkapelle der Marienkirche an der Orgel über den Köpfen der ZuschauerInnen spielten und als Band an die Kirchenwand projeziiert, im doppelten Gesamten zu erleben waren. Und als ob es gestern gewesen sei, und so ist es in der Tat, wünscht man sich erneut die drei charmanten, norwegischen Virtuosen von Gammalgrass ins Haus, um Gammaldans auf Tisch und Stühlen zu tanzen.

Obwohl das Festival erst beginnt, sind Körper und Geist bereits hin- und hergerissen von neuen musikalischen und künstlerischen Begegnungen! Auch in der nächsten Woche lassen wir uns weitertragen, bei bildvollen, redevollen und klangvollen Veranstaltungen. Hier lässt sich das Programm des Nordischen Klangs einsehen, das neben wundervollen Konzerten auch Wissenschaftskolloquien, Theater, Lesungen und Kunstausstellungen zum Thema und zur Kultur Nordeuropas bietet! Viel Spaß bei einem tollen Festival!

 

Sprachkunst & Wörterzauber! Berufung: Literatur & Sprache.

Rumpelwichtel_Jean_Pint Ein Philologiestudium als brotlose Kunst? Bekommt man mit einem geisteswissenschaftlichen Abschluss überhaupt einen Job?

Wenn man Kulturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Literatur studiert, fennistische Sprachwissenschaft oder intercultural linguistics weiß man manchmal selbst noch nicht, wo man mal hinwill und die Anderen wissen es ganz sicher auch nicht. Unsereins lernt ersteinmal aus Leidenschaft und Interesse! Für uns gibt es kein einheitliches Berufsbild. Die Tätigkeitsfelder reichen in alle Bereiche des Lebens hinein, vom Verlagswesen über die Theaterpädagogik bis hin zur Beschäftigung als KulturreferentIn! Während des Studiums erwirbt man einen großen Kenntnisschatz, der über Praktika, Auslandsaufenthalte und Eigeninitiative vertieft wird. Man bekommt eine Idee von spannenden Berufsmöglichkeiten, schafft sich Netzwerke und Arbeits- und Auslandskontakte. Früh genug in die berufliche Praxis zu schnuppern ist unabdingbar und bringt Orientierung und Sicherheit. AbsolventInnen haben die Qual der Wahl und können sich selbstbewusst nach dem Studium als breit ausgebildete Generalisten auf eine Reihe von Stellenausschreibungen bewerben. Dabei gehören insbesondere Fremdsprachenkenntnisse, Organisationstalent, Kreativität und ein breites Allgemeinwissen für viele Arbeitgeber zu gern gesehenen Fähigkeiten. Was wäre da mehr prädestiniert als ein gründliches Sprach- und Literaturstudium! Hier ist man es gewöhnt, aus den unterschiedlichsten Perspektiven zu denken und sich interdisziplinär in neue Themen einzuarbeiten.

Read More

Nothing to Regret

In einem Artikel der Zeit Online (Original-Artikel findet ihr hier) schreiben verschiedene Autoren über ihre (verpassten) Erlebnisse während ihres Studentenlebens. In einigen Beiträgen erkenne ich mich selbst als Philologiestudent wieder, teilweise bauen sie mich richtig auf, in meinen letzten Semestern noch etwas zu ändern. Euch geht es vielleicht ebenso, weshalb ich euch einige Abschnitte nicht vorenthalten möchte:

Read More

ЧС – Час Стихов – Der Greifswalder Lyrikabend

 

gedicht mit üb. großIm Sommer 2012 entstand am Greifswalder Slawistikinstitut die Idee, Literatur mal anders — außerhalb von Vorlesungen und Theorie — zu begegnen. Literatur lebt, hieß es, im (Vor-)lesen, Nachdenken und Diskutieren. Nach einigen vorsichtigen Probesitzungen wurde klar: Solche Lyrikabende machen Spaß! Seitdem trafen sich Studenten, Dozenten und andere Literaturliebhaber regelmäßig im Slawistenkeller „Tschaika“, bei sich zu Hause, im Café und sogar im Park…
Zu einem vorher vorgeschlagenen Thema bringen wir Gedichte mit, die uns beeindruckt, gewundert oder schockiert haben, lesen sie einander vor, sprechen darüber, tauschen unsere Eindrücke aus. Die Originalsprache der Gedichte (Deutsch, Russisch, Ukrainisch, Finnisch, Estnisch etc., was wir nicht alles schon hatten!) ist egal — eine (grobe) Übersetzung ins Deutsche ist aber immer willkommen.

Der nächste Lyrikabend findet voraussichtlich im Oktober statt.

Schaut auf unserer facebook-Seite vorbei, um den genauen Termin zu erfahren und bringt eure Freunde und Bekannten mit!
https://www.facebook.com/groups/516511761776105/

Fragen oder Bemerkungen könnt ihr per E-Mail richten an: slata.roschal@mail.ru

Im Alltag, in der Freizeit, sogar in einem literaturwissenschaftlichen Studium lesen wir wenig Gedichte. Lyrik ist heute nicht besonders in und gehört nicht zu den Bestsellern auf dem Buchmarkt. Um Gedichte zu lesen, braucht man Zeit. Genau diese Zeit wollen wir uns bei den Lyrikabenden nehmen und uns über das mal Gelesene und wieder in Vergessen Geratene unterhalten. Oft hört man dabei zum ersten Mal ein Gedicht, das später einen festen Platz im eigenen Leben einnimmt oder unbekannte Autornamen, hinter denen sich viel verbirgt. Auch selbstgeschriebene Gedichte werden mitgebracht.

Zu den schönsten Gedichten, die wir beim Lyrikabend gelesen haben, gehören zweifellos:

gedicht trakl

gedicht mandelstam

Verfasserin: Slata Roschal

 

Kom och spela kubb!

Photo: Marcus Leip

Photo: Marcus Leip

Genervt von der Fußball-Weltmeisterschafft? Oder deprimiert, weil die Lieblingsmannschaft schon raus ist? Wie wär’s mit einer Partie Kubb zur Ablenkung?

Kubb – im Deutschen auch Wikingerschach – stammt vermutlich aus Schweden und ist dort auch am meisten verbreitet. Es handelt sich um ein Outdoor-Strategiespiel für zwei Teams, die gegeneinander spielen. Ganz kurz dargestellt: Beide Teams versuchen, mit Wurfhölzern zunächst die gegnerischen Holzklötze (kubbar) abzuwerfen, um am Ende den mittig stehenden König zu treffen. Wer das zuerst schafft, der gewinnt.

Die offiziellen Regeln finden sich hier:

http://www.vmkubb.com.ext.levonline.com/images/german.pdf

Seit 1995 gibt es auch im Kubb Weltmeisterschaften. 2013 wurde ein deutsches Team Weltmeister, 2004 ein norwegisches – alle anderen Titel holte Schweden! Wer Lust hat, dieses Spiel auch einmal auszuprobieren, sollte sich von den kompliziert erscheinenden Regeln nicht abschrecken lassen. Kubb ist eins der Spiele, die sich sowieso beim Spielen am besten erklären. 😉

Übrigens findet am morgigen Samstag ab 16 Uhr im Institut für Nordistik in Greifswald ein Kubbturnier statt – die perfekte Gelegenheit, dieses tolle Sommerspiel einmal kennenzulernen!