Category - Filmbesprechungen

Friedhof der Träume

Thomas schreibt über einen weiteren Film der Nordischen Filmtage, der über Weltkriegsgeschichte berichtet:

Die dänische Westküste im Mai. Weißer Sandstrand, wunderschöne Dünenlandschaften. Die Sonne wirft ihre schon wärmenden Strahlen auf das beeindruckende Panorama. Perfekter Spielplatz für eine romantische Komödie oder einen seichten Liebesfilm. Heute zumindest. Im Jahre 1945 hätte kein Filmschaffender auch nur einen Fuß in dieses Paradies gesetzt, kein Anwohner hätte seine Kinder ruhigen Gewissens im warmen Sand spielen lassen, denn strandauf strandab lauerte der Tod.
Die Antworten auf die Frage, wieso Urlauber heute wieder ihren unbeschwerten Strandurlaub genießen können, liefert das 2015 erschienene Drama „Unter dem Sand“ (dän.: „Under sandet“; engl.: „Land of Mine“) von Regisseur und Drehbuchschreiber Martin Pieter Zandvliet.

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Einmal Hallig und zurück

Hallig

„Ich bin ein einziges Klischee…“ – so beschreibt sich Fanny Reitmeier, Klatschjournalistin bei der Zeitschrift „Mega“ selbst, und diese Aussage trifft auch auf diesen Film zu. Das muss jedoch nicht negativ sein, denn dem Zuschauer wird ein solider, mit Slapstick Comedy gespickter und etwas kitschiger Fernsehfilm gezeigt, bei dem es zwar keine wirklich überraschenden Wendungen gibt, aber die beiden Hauptdarsteller Anke Engelke und Charly Hübner sind ein wirklich seltsam komisches Paar, bei dem kein Auge trocken bleibt.

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Die Nordischen Filmtage 2015

In diesem Jahr fanden vom 4. bis 8. November zum 57. Mal die Nordischen Filmtage in Lübeck statt – und Baltic Cultures war dabei! Auf dem größten europäischen Festival für Filme aus Nordeuropa außerhalb Skandinaviens liefen dieses Jahr 180 Filme, die für einen neuen Zuschauerrekord von über 30.000 Besuchern sorgten. Um möglichst viele der Spiel-, Dokumentar-, Kurz-, Retrospektiv- oder Kinder- und Jugendfilme zu sehen, die ausnahmslos alle interessant und sehenswert klangen, verbrachten wir deswegen einen Großteil der fünf Tage nicht nur in den bequemen Sesseln des Kinos, sondern auch in den langen Warteschlangen vor den Sälen, die oft bis auf den letzten Platz gefüllt waren.
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Ein Student sitzt im Kino und denkt über den Film nach // Opiskelija elokuvissa istui, leffaa pohtien

(Alempana artikkeli suomeksi.)

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Erstes Bild: Ein Museumsraum, fahl und trist und bis auf wenige Vitrinen leer. Eine spärliche Anzahl von Besuchern schaut sich darin um. Insgesamt ein sehr trostloser Anblick. Ich denke darüber nach, ob das schon zum Film gehört oder vielleicht doch noch Werbung ist (wofür aber?). Meine Hoffnungen werden enttäuscht. Der Titel wird eingeblendet und mir ist klar: Der Film hat begonnen. Vielleicht wird er ja noch etwas farbenfroher, denke ich. Und tatsächlich: Ein Krabbensandwich und ein grellrotes Kleid sollen noch das Auge erfreuen. Die Trägerin des Kleides wiegt ihr Baby im Kinderwagen und offenbar über ihnen gurrt fröhlich eine Taube, der der Film wohl seinen Namen zu verdanken hat. Für mich eine hoffnungsvolle Szene und der nahezu einzige Lichtblick in diesem hervorragenden, aber etwas sehr trübseligen Film.

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