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Ein Blick nach Nuuk

Der aus der Fußball-EM resultierende Medienhype mit seinen Nachrichten über Island als Insel der rothaarigen Wikinger, Feen und anderer Kuriositäten wird allmählich langweilig. Und doch wird spätestens seit der Europameisterschaft genauer nach Island geschaut. Von Island aus rutschen wir mit dem Zeigefinger auf der Landkarte eine Insel weiter nordwestwärts: nach Grönland. Interessanterweise werfen auch die Grönländer vermehrt Blicke nach Island, und das nicht nur während der Fußballeuropameisterschaft. Um ein wenig mehr über das weitgehend unbekannte Land mit seiner wunderschönen Natur und seiner komplexen Kolonialgeschichte zu erfahren, haben wir Ebbe Volquardsen, ehemals wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neuere Skandinavische Literaturen am Institut für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifswald, kontaktiert. Ebbe hat Greifswald zu Beginn des Jahres verlassen und arbeitet seit Februar als Assistant Professor für Kulturgeschichte an Ilisimatusarfik, der Universität Grönlands in Nuuk. Im Skype-Gespräch berichtet er von seiner neuen Heimat mit interessanten Informationen über Stadt und Land, Politik und Kultur und seinem wissenschaftlichen Fachgebiet, der Rolle, die Kolonialgeschichte und Identitätsfragen für die grönländische Gesellschaft spielen.

Nuuk

Strand und Kolonihavn in Nuuk

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Die Baltistik und das Baltikum – die kleinen Unbekannten Teil II

Ausrufezeichen Baltikum

Was interessiert dich am Baltikum?

Mich begeistert die Kultur, z.B. Volkslieder und -tänze, die Traditionen, z.B. Kūčios in Litauen (der litauische Heilige Abend mit seinen spezifischen Bräuchen), und wie sie in der Bevölkerung gewahrt und gelebt werden. Außerdem haben Lettland und Litauen wundervolle Landschaften zu bieten. Nicht zuletzt lerne ich auch gerne die Sprachen, Lettisch gefällt mir da besonders.
– Georg (22), Baltistikstudent, Greifswald

Nach dem Abitur bin ich eher zufällig für ein Jahr nach Estland gekommen und habe mich auf meinen Reisen durchs Baltikum in alle drei Staaten verliebt. Im Baltikum herrscht eine ganz andere Grundstimmung als in Deutschland. In Deutschland habe ich oft das Gefühl, dass alle Wege schon gegangen sind und alles irgendwie „gesetzt“ erscheint, wohingegen man im östlichen Europa und insbesondere im Baltikum eine sehr starke Aufbruchsstimmung spürt. Eine gute estnische Freundin hat mir dazu einmal gesagt: „Die Zukunft ist jetzt – und sie gehört uns, den jungen Leuten. Wir haben lange genug darauf gewartet, dass die Zukunft zu uns kommt, jetzt kommen wir zu ihr.“ Bars und Ateliers entstehen in alten Lagerhallen oder Werkstätten aus der Sowjetzeit, junge Leute experimentieren mit einer Mischung aus Folklore und Popmusik, und StartUps schießen überall aus dem Boden. Jedes Mal, wenn ich an mir eigentlich vertrauten Orten im Baltikum vorbeikomme kann ich noch etwas entdecken, was neu ist und darauf wartet, entdeckt zu werden.
– Marcel, Slawistik- und DaF-Student, Greifswald

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Die Baltistik und das Baltikum – die kleinen Unbekannten Teil I

Das Baltikum liegt auf der Bekanntheitsskala recht weit unten. Ebenso ist Baltistik nicht gerade das Fach, für das man sich planlos an der Universität einschreibt – oder doch? Wie bist du zur Baltistik gekommen?

Fragezeichen

Stimmt, um Baltistik zu studieren, sollte man zumindest schonmal davon gehört haben, und das ist nicht gerade oft der Fall. Und selbst dann, so glaube ich, braucht man immer noch einen gewissen persönlichen Bezug zu den baltischen Staaten.
Meine Gesamtschule in Jena hat eine Partnerschule in Litauen. Damals durfte ich die Anfänge dieser Partnerschaft miterleben und auch tatkräftig mitgestalten. Mein Engagement war damals sehr groß und schnell ergab sich der Bezug zu Land, Leuten, Kultur und Sprache. Als ich später nicht recht wusste, was ich denn schlussendlich studieren sollte, suchte ich im Internet nach einer Möglichkeit, etwas mit Litauen zu machen. Erster Treffer – Baltistik in Greifswald.
Georg (22), Baltistikstudent, Greifswald

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Ehemalige erzählen…

Benjamin Vorhölter

Foto Benni

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Zeitraum habe ich studiert: 2006–2010 in Greifswald, 2010–2012 in Tartu (Estland)
Studienrichtung: Baltistik/Politikwissenschaft B. A. (Greifswald), European and Russian Studies M. A. (Tartu)
Aktuelle Berufsbezeichung: Volontär
Tätigkeitsfeld: Journalismus
Unternehmen/ Einrichtung: Nordkurier Read More

Ehemalige erzählen…

Porträt Jan Alexander van Nahl

jvn

In diesem Zeitraum habe ich studiert: Magisterstudium: 2004–2009, Promotionsstudium: 2009–2012
Studienorte: Magister in Bonn, Promotion in München
Studienrichtung: Nordische Philologie, Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, Historische Geografie
Aktuelle Berufsbezeichnung: Postdoc-Forscher
Tätigkeitsfeld: Forschung und Lehre
Unternehmen/ Einrichtung: Universität Island, Árni Magnússon-Institut für isländische Studien

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